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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
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großen hohen Mauer umgeben ist. Da, wo sie all-mählig gegen die Ebene hinablaust, umschließr sie einGraben, der sich dicht an dem Eurus vorbey zieht. Siemuß ehemals eine große schöne Stadt gewesen seyn,seitdem sie aber von Taunern und Scythen eingenom-men ward, ist sie sehr in Verfall gcrathen, und hatnur noch einige Reste ihres vormaligen Ansehens auf-zuweisen. Sie har unter andern viel durch Einwande-rungen der Ketzer! gelitten, der Armenier nemlich,der Bogomilen, (von denen wir bey Gelegenheit spre-chen werden,) Paulicianer (ein Nebenzweig der Ma-nichaischen Seete, die ihren Nahmen von Paulus und Jo-hannes, zwcyen Söhnen der Kallinice, erhalten.) Ichwürde hier beyläusig die Lehrsätze der Manichäer be-rührt und ihren Ungrund ausgedeckt haben, wenn ichnicht wüßte, daß diese Seete schon von jedermann ge-nug verlacht wird, als daß ich als Geschichtschreibe-rinn noch nöthig hatte, in Glaubenssachen zu pole,misiren.,

Die Paulicianer, wilde tollkühne blutdürstigeMenschen, sind von dem berühmten Kaiser JohannTzimisceS, aus ihren ehemaligen Sitzen in Armenien,nach Thracien kn die Gegend von Philippopolis verlegtworden, theils um sie von den festen Grenzplatzen, wel-che bisher in ihrer Gewalt waren, zu entfernen, theilsum sie zu einer sichern Schutzwehr gegen die Scythenzu gebrauchen, von denen Thracien nur zu oft heim-gesucht ward. Die Letzter« pflegten öfters mit gesamm-rer Macht über den Hamus zu gehen, und vorzüglichden nahgelegnen Städten, unter welchen Philippopolisdie berühmteste war, großen Schaden zuzufügen. DerHämus ist ein Gebürge, das sich am schwarzen Meeranfängt, die Wasserfälle der Donau etwas berührt,und bis an das Adriakische Meer geht. Meiner Mey-

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