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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
80
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sche Reich beherrscht cm sich alle übrigen Völker, diebey jeder gelegnen Zeit, gleich heimtückischen Skla-ven, ihren Gebieter antasten, und daher hat es immerUnruhen in demselben gegeben: nur waren sie nie vonder Art, wie mein Vater sie erdulden Mußte.

Sollte mancher in diesen Worten Uebertreibungeneiner schwärmerischen Tochter argwöhnen, o so schwä-re ich bey dem Ungemach, das mein Vater um seinerZander Wohl über sich nahm, schwöre bey seinen Käm-pfen, bey den Leiden, die er zum Besten der Christentrug, daß ich ganz unparteyisch spreche. Seh ich ihnirren dann schweigt die Tochter, und nur dieSchriftstellerin erzählt, der ihr Vater zwar lieb, aberdie Wahrheit noch lieber ist. Ich stelle die Begeben-heiten auf, wie sie sich zugetragsn hoben, ohne etwashinzu oder hinweg zu thun. Dürft ich , .könnt ich auchanders? Meine Geschichte erstreckt sich ja nicht bisauf die frühe Vorwelt. Noch iht leben Personen, wel-che meinen Vater gekannt haben, und vieles von ihmzu erzählen wissen: jeder sagt das, was er selbst erlebthat: ich fasse ihre Reden auf, stelle sie zusammen, undhebe nur das aus, worinn sie mit einander überein-stimmen. Auf diese Weise habe ich keinen geringenBeytrag zur Ausfüllung dieser Geschichte erhalten. Beyden mehresten Begebenheiten bin ich im Gefolge mei-ner Mutter zugegen gewesen: denn ich habe keine weich-liche verzärtelnde Erziehung genossen, sondern (beyGott und der Mutter Gocces sey cs geschworen) vonKindesbeinen an, manche Bitterkeit des Lebens kostenmüssen. Von meinen körperlichen Leiden mögen die-jenigen sprechen, welche zur Bedienung um mich wa-ren, und wenn ich nur mein übriges Schicksal, dasmich schon vor dem achten Jahre traff, das Ungemach,welches mir von bösen Leuten bereitet ward, hernennen

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