Druckschrift 
Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
78
Einzelbild herunterladen
 

78

met war ihm in Vereinigung mit den übrigen in Asienwohnenden Turkoinanen auf dem Fuße nachgefolgt,und fiel in sein Hintertreffen ein, welches theilö zur Be-deckung der Soldaten, die die Bagage trugen, undaus Müdigkeit hintennach blieben, theils zur Sicher-heit der Pferde bestimmt war. Ampelas, und Tzipu-reles, zwey tapfere Feldherrn des Kaisers, stürzen sichzu weit vor den Ihrigen voraus in den Feind, undwerden niedergesabelt, nachdem ihre Pferde mit Pfei-len erlegt waren. Ihr Tod wurde nachdrücklich vonden nachfolgenden Soldaten gerochen: Die Türken

ergreifen die Flucht. Kamytzes, der sich bisher unterihnen als Gefangner befand, nutzte die Verwirrung,entwischte glücklich, und kam mit Hülfe eines Pferdes,das ihm ein Celte gab, wohlbehalten bey dem Kaiserin den Gefilden an, welche sich zwischen Philadelphiaund Acrocum hin strecken. Der Kaiser empfieng ihnmit der lebhaftesten Freude, dankte Gott für seine Ret-tung, und entließ ihn nach der Hauptstadt: Geht,sprach er, sagt was ihr ausgestanden, was ihr gesehenhabt, und berichtet den Meinigen, daß ich mit Got-. tes Hülfe noch am Leben sey. Als man ihm den Hel-dentod des Ampelas und TzipnreleS meldete, wurde erinnigst gerührt, und brach in die Worte aus; Zweygaben wir dahin, und empfiengm dafür Einen wieder.

, Er hatte die Gewohnheit, nach jeder Schlacht sich nach denGebliebenen und Gefangenen zu erkundigen, und schätz-te Menschenleben so sehr, daß der glorreichste Siegihm nichts gegen den Verlust eines, selbst nur des ge-ringsten, Soldaten bauchte.

Kamytzes kam um Mitternacht in Constantmopelan, und wurde, nachdem er vorher seinen Namen ange-geben, in den Theil des Pallastes, welchen die Kaise-rin bewohnte, eingelassen. Diese gieng voll Freude

nach

I