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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
77
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Kamsplatze und fechten beynahe bis auf den letztenMann. Sein Pferd wird ihm unter dem Leibe er-schossen. Kacarodon, sein Neffe, bietet ihm sogleich seineigenes an, aber sein großer schwerer Körperbau ver-hinderte ihn, sieb leicht auf das Pferd zu schwingen.Verzweifiungsvoll weicht er einige Schritte bis an eineEiche zurück, wo er sich aufs tapferste vertheidigt. Vie-le Türken stürzten todt oder verwundet neben ihm zuBoden. Sein Muth erregte allgemeine Bewunde-rung unter den Feinden, und brachte sie auf den Ent-schluß, ihn am Leben zu erhalten. Der Oberstatthal-ter Monhumet, der in ihm einen alten Bekannten wie-derfand, stieg vom Pferde ab, machte ihm freyen Platzund sagte: Wählt nicht Tod, statt Leben: ergebt euchmir, um eurer Wohlfarth willen. Kamytzes that es,da er die Unmöglichkeit vor sich sah, der überlegnenMenge zu entkomme», setzte sich aus ein Pferd, undmußte es zugeben, daß man ihm aus Vorsicht die Füs-se band. Mittlerweile gieng der Kaiser bey Nicäa vor-bei) , und kam nach Acrocum. Er förderte den Marsch,um den Vortrapp der Türken, oder Muselmänner, dervon Karme herabgekommen war, sobald als möglichzu erreichen. Diese glaubten sich völlig sicher, als sieplötzlich vom kaiserlichen Heere angegriffen und geschla-gen wurden. Sie retteten sich, nach einem großen Ver-lust an Tobten und Verwundeten, in das nahgelegneSchilf, das die kaiserlichen, weil sie wegen des Schil-fes und sumpfigten Bodens ihnen füglich folgen konn-ten , rund um besetzten, und in Brand steckten. Dieauflodernde Flamme trieb die Flüchtlinge aus ihremSchlupfwinkel hervor, und wer sich nicht ergab, wur-de ums Leben gebracht.

Ohne diesen erhaltenen Vortheil würde Alexiusin das aufferste Gedränge gerochen seyn, denn Mahu-

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