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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
76
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einzige, daß sie den Kaiser, der ihren Muth durch seinfreundliches Betragen noch immer mehr anfeuerte, nichtzu Pferde sehen konnten. In drey Tagen erreichte erAegyllus, trennte sich hier von seiner Gemahlin, diewieder nach Constantinopel zurückkehrte, und. schifftedann nach Kiboton über.

Unterdessen hatten die Türken schon 'große Fort-schritte gemacht. Vierzigtausend Mann waren, inverschiedne Haufen gecheilt, unter Anführung der vor-nehmsten Satrapen in das Gebiet von Nicaa eingefal-len, hatten Prisa, Apollonias, Lopadium, ausgeplün-dert, Cyzikum von der Seeseite ohne Schwertschlageingenommen, weil die Besatzung dieses Orts schon vorihrer Ankunft ausgegangen war, und noch viele andrePlätze weit und breit heimgesucht. Als der Kaiserhievon Nachricht erhielt, veranstaltete er, daß der DuxKamytzes mit zoo Soldaten ihnen auf dem Fuße nach-folgte, doch mir dem Befehl, das Zusammentreffensorgfältig zu vermeiden. Kamytzes stößt bey der soge-nannten unsichtbaren Stelle (Dorata)auf einen Trupp,den er seinem Auftrag zuwider angreift. Die Türke»,welche stündlich den Kaiser erwarteten, und ihn itzt un-ter den Angreifenden vermutheten, nahmen eiligst dieFlucht, sammelten sich aber wieder, da ein gefangenerScythe sie eines andern belehrte, und riefen mit Pau-kenschlag und einem lauten Geheule ihre zerstreuten Ca-meraden zurück. Statt daß sich nun Kamytzes in dasfeste Pömomenus hätte werfen sollen, blieb er vielmehrim frcyen Felde stehen, und traf über die Beute, unddie gemachten Gefangenen in aller Sicherheit seineVerfügungen. Plötzlich überfallen ihn in der frühestenMorgenstunde die Türken. Die mehresten von seinenLeuten ergreifen die Flucht. Nur er, die Scythen, Cel-ken, und einige beherzte Römer bleiben muthig aufdem

Kampf-