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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
67
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^ und der dritten würde es eben so ergangenseyn, wenn^ man sie nur mit mehrerem Eifer bestürmt hätte. Al-lein hieran ließ Balduin e6 gänzlich mangeln, weil er^ glaubte die Eroberung der Stadt könne ihm nicht mehrfehlschlagen, und es müsse sehr leicht seyn, die Werke^ vermittelst angelegter Leitern zu ersteigen. Diesen Um-stand benutzten die Belagerten auf eine solche feine Wei-sx, indem sie ihn durch Friedensvorschlage hinhielten,^ und sich unterdessen zu einer nachdrücklichen Gegenwehrrüsteten. In einer Nacht stürzten sie eherne Töpfe,die beym hinabfallen nothwendig gleich zerbrachen, und^ ihren Vorrath ausschütten mußten, auf die feindlichenchich Belagerungsmaschinen; hintennach warfen sie bren-sch nende Fackeln, und zuletzt Gefäße voll Naphta, die ih-chii re Würkung so gut verrichteten, daß mit Tagesanbruch>e H alle Maschinen in Hellen Flammen standen. Itzt erstW merkten die Soldaten Balduins, was vorgegangen sey,und welchen Schaden sie sich durch ihre Sorglosigkeit zuge-W zogen. Aber die Reue kam nach der That. Ihre Be-icht stürzung stieg aufs äußerste, als ihnen die Tyrier dieHm Köpfe von sechs Gefangenen, welche sie in der ver-ii» wichenen Nacht bey den Maschienen aufgehoben hat-jM ten, zuschleuderten. Beynahe schien, als wenn der^ Anblick dieser Köpfe sie unsinnig gemacht hätte, so ei-^ lig flohen sie auf ihren Pferden davon. Balduin ritt^ zwar allenthalben auf und nieder, um die Fliehendenwieder zu sammeln, aber er predigte tauben Ohren.^ Sie waren schon einmal im Laufen, und hielten erst bey der^ Burg Ake inne, in welche sie sich insgesammt warfen

Hier in Ake war es, wo Butumites den KönigBalduin antraf, dem er, um bald von da fortzukom-men und ihn auch zum Theil in Schrecken zu setzen,die Lüge aufhesteke, daß der Kaiser schon bey Seleu-cia stände. Allein dießmahl war die Lüge am unrech-^ E 2 ten