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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
66
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blos weiter zu befördern, sondern ihnen auch vielesGeld in den verschiedensten Münzsorten mikzugeben.Von Cvpern sollten sie nach Tripolis segeln, und da-selbst dem Grafen Peletran (Bertrand), Sangeles Sohndas kaiserliche Schreiben mit den Ermahnung einhän-digen , daß er seines Vaters Bcyspiele, der jederzeitunbescholtene Treue gegen den Kaiser bewiesen, nachah-men, sich nicht zur Partei) des bundbrüchigcn Tancredschlagen, sondern sich vielmehr der guten Sache kräf-tig annehmen solle.

Peletran fand sich gleich bereit, dem Willen desKaisers zu gehorchen, ja selbst, wenn es die Umstandegeböthen, für ihn in den Tod zu gehen. Er versprachnach Antiochien zu kommen, sobald der Kaiser daselbstwürde angelangt seyn, um ihm persönlich seine Ehr-furcht zu bezeugen: imgleichen erlaubte er den Gesand-ten, daß sie ihr Geld bey ihm in der bischöflichen Woh-nung zu Tripolis zur Verwahrung niederlegen durften:denn es mitzuführen wurde nicht für dienlich erachtet,weil die Grafen ihnen leicht vor der Zeit abnehmen,und zu ihrem und Tancreds Nutzen verwenden könnten.Sie wollten nemlich erst mit leerer Hand erscheinen,durch Versprechungen die Grafen zur Ablegung desEydes bewegen, und dann das Geld Nachfolgen lasten.In Tripolis kommt ihnen Simon, ein AnverwandterBalduins, der damals mit der Belagerung von Ty-ruS beschafftigt war, entgegen, und führt sie mit sich zumKönig, bey dem sie die Fastenzeit über sehr ehrenvollausgenommen wurden. Tyrus war ausnehmend starkbefestigt, und um die eigentlichen Festungswerke giengnoch eine dreyfache Vormauer, die also erst durchbro-chen werden mußte, ehe man die Stadt selbst angreif-fen konnte. Die erste und zweyte Mauer war schondurch die Maschinen der Stürmenden niedergeristen,

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