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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
68
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ten Ort angebracht, denn Balduin wußte besser, daßAlexius gegen Seeräuber beschafftigt gewesen war, undsich, Unpäßlichkeit halber, wieder hatte entfernen müssen,wie wir weiter unten erzählen werden. Daher nahmer es sehr übel auf, daß ButumiteS ihn mit Unwahr-heit hatte berichten wollen. In Jerusalem, wohinihm dieser gefolgt war, verlangte er Geld.Das solleuch nicht entgehen, war die Antwort, nur versprechtdem Kaiser, laut der vormals abgeschlossenen Trakta-ten , hülfreiche Hand gegen Tancred". Balduin mach-ke gerne Geld haben, und doch nicht dem Kaiser bey-siehn. So sind alle Barbaren: Sie Haschen unauf-

hörlich nach Geschenken, wollen aber nichts dafür thun.Die Unterhandlungen zerschlugen sich also; ButumiteSgicng unverrichteter Sache mit einem leeren Schreibenab, und Balduin bekam zu seinem großen Leidwesenkein Geld. Vor seiner Abreise sprach er noch amOsterrage beym hl. Grabe den Grafen Jaßulin (Josce-lin) der sich ebenfals zu nichts verstehen wollte.

Mittlerweile war Plectran gestorben. Sein hin-terlaßner Sohn und der Bischof von Tripolis weiger-ten sich, das niedergelegte Geld wieder auszuliefern,Da aber die kaiserlichen Gesandten, ausser vielen gütli-chen Vorstellungen, noch die Drohung äußerten, ihnenferner keine Lebensmittel aus Cypern zukommen, undsie alle Hungers sterben zu lassen, so gaben sie endlichnach. Plectrans Sohn schwur dem Kaiser unverbrüch-liche Treue, und erhielt dagegen die seinem Vater be-stimmte Summe in goldner und silberner Münze,nebst vielen Kleidern. Das übrige Geld wurde Eusta-chius wieder zugestellt und dafür die schönsten Pferdeaus Damascus, Edeßa und Arabien angeschafft. DieGesandschaft »ahm ihrem Rückweg nach dein Cherso-nes, wo sich der Kaiser aushielt, größcentheiis zu Lan-de, weil es auf der See nicht so sicher war.

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