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ses gleichgültig geschehen lassen? Konnte er den Fre-vel der Undankbaren ungerochen lassen? Wenn mandieß alles zusammen nimmt, so wird man finden, daßer unmöglich anders handeln, konnte als er wirklichhandelte.
Er schickte nemlich eine Gesandtschaft an Tancrednach Antiochien ab, die ihm sein schnödes meineydigeSVerfahren vorwersen, und des Kaisers gerechte Racheankündigen mußte. Tancred, dieser wahnsinnige ver-stockte Barbar, betrug sich bey den eben so freymüthi-gen, als gegründeten Vorstellungen der Gesandten,völlig so, wie es sein Nationalcharakcer mit sich brach-te- Von Hochmuts) aufgeblasen, trachtete er seinenThron über die Sterne zu erheben, und mit der Spitzeseines Speeres die Mauern von Babel einzurennen.Gesteift auf seinen Mukh und Tapferkeit trotzte er je-dem Versuche, ihm den Besitz von Antiochien zu ent-reißen , und verglich die Kaiserlichen mit schwachen ohn-mächtigen Würmern.
Dieser Bescheid mußte den Kaiser nothwendigaufs höchste erbittern. Der Senat sowohl als derKriegsrath, dem er die Sache zur Entscheidung vor-trug, stimmten dahin, daß man, ehe die Feindseligkei-ten gegen Tancred eröffnet wurden, die Grafen, welchedie Plätze um Antiochien besetzt hielten , und selbst denKönig von Jerusalem, Balduin, ausforschen solle, ob siegesonnen seyn, hülsreiche Hand gegen Antiochien zuleisten; widrigenfalls aber müsse man auf andre Mitteldenken. Diesem Vorschläge gemäß schickte Alexiusden Manuel Butumites, nebst einem andern, der gutlateinisch sprach, an die Grafen und den König, und er-theilte, um ihr Gesuch bey den geldgierigen Lateinerndesto kräftiger zu; unterstützen, dem Dux von Cypern,Eumathius PhilocaleS, schriftlichen Befehl, sie nichtLenkwür-jgk. 8. V. E Klos