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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
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phäum bestimmt war, von dem die mehrsten, welchesich mit der Flucht retten wollten, im Mäander umka- !men (einem Flusse bey Phrygien, der im beständigen IKrümmungen fortläuft). Den dritten konnten sie, !weil er schon zu weit voraus war, nicht erreichen. Phi- ^locales belohnte den Muth seiner Soldaten durch viel jGnadenbezeugungen und Geschenke, und versprach ih- !nen, ihre Dienste in der Folge noch besser zu vergelten.

Nach Bohemunds Tode weigerte sich Tancred,Antiochien abzutreten, das er doch den Tractaten ge-mäß nicht ferner behaupten durfte. Was sollte nunder Kaiser thun? Sollte er nach so vieler angewandterMühe, nach so unendlich großen Kosten, durch die ersich neue Besitzungen zu erringen gedacht, den Verlustderselben gleichgültig verschmerzen? Man denke sichnur an seiner Stelle. Alle jene unzähligen Heere vonKreußfahrern mußte er aus Europa nach Asien herbey-schaffen, mußte so manches Ungemach von ihrer stolzen,rmbiegsamen Laune erdulden. Er stelltezu ihrem Behufviele Armeen gegen die Türken ins Feld, theils weilsie Christen waren, und er ihr Verderben abwendenwollte; theils damit sie mit vereinter Macht im Stan-de wären die ismaelitischen Städte entweder zu schleifen,oder sie zum Gebiete des römischen Reichs zu schlagen,er also Gelegenheit hatte, die Grenzen desselben zu er-weitern. 'Allein was hatte er davon für Gewinn?was half ihm sein Aufwand an Kräften und Geld?Zum Lohne wurden ihm Antiochien und die übrigenStädte vorenthalten. Von jenen unermeßlichen Sumsmen, von alle den Sorgen und Arbeiten, die er denCelcen wegen unternahm, von den Feldzügen, die sei-ne Truppen gethan hatten, sollten die Celten, gegenalles Recht und Billigkeit, allein Nutzen ziehen, unddas römische Reich ganz leer ausgehen ? Konnte er die-