Druckschrift 
Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
63
Einzelbild herunterladen
 

6z

ML

N»,

ftH-

lckiL

Hn>I,tz>!jl, l«

!U-

Mi

i>!^A >'

ftB

padocien, der die Eingebohrnen deS Landes wie feileSclaven behandelte, sichte sich auf erhaltene Nachrichtvon diesem Vorfall mir 24000 Mann in Bewegung.Phi'locales, der sich iht zu Philadelphia befand, hixltalle Wege mit Kundschaftern beseht- die er von Zeitzu Zeit durch auögefchickte Ronden beobachten ließ, ob.sie auch ihre Dienste gehörig verrichteten. Es konn-te also nicht fehlen, daß er bey Zeiten von der 'Annä-herung jenes Heeres Kundschaft einzog, und alsbaldsolche Anstalten traf, wie man sie von einen so großenManne zu erwarten hatte. Weil seine Truppen vielzu schwach waren, um sie einer Menge von vier undzwanzig taufend entgegen zu stellen, so ließ er die Thorsvon Philadelphia verschließen, ließ Niemanden auf disMauer steigen, verbot alles Schreyen, alle Musik,damit die Stadt von außen das Ansehn gewinne, alswenn sie ganz menschenleer sey.

Asan lagert sich vor der Stadt und bekommt gleichAnfangs, durcb den äußern Schein getauscht, eine soüble Meinung von dem Much und der Anzahl der inihr befindlichen Truppen, daß er es nicht, der Mühewerth hielt, etwas gegen sie zu unternehmen; zumahl,da es ihm an den nöthigen Belagerungsmaschienen ge-brach. Nach drey Tagen theilt er sein Heer in dreyHaufen: der eine, ivooo Mann stark, mußte inachKerbiomum marschieren: der andre nach Smyrna undNymphaum: der dritte nach Chlr'ara und Pergamusabgehen. Durch diese unvorsichtige Theilung schwäch-te er selbst sein Heer, und machte den Kaiserlichen, disnun, auf PhilocaleS Befehl, jeden Trupp besonders an-griffen, den Sieg desto leichter. Zuerst wurde derTrupp, der nach Kerbianum zog, über den Hausen ge-worfen , und ihm alle Gefangne abgenommeu. Ebenso ging es dem zweyten, der nach Smyrna und Nvm-

phäum