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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
47
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turfehler, sondern von seiner Erziehung herrührte. Derganze Körper hatte eine blendende Weiße, nur auf demGesichte mischten sich Roth und Weiß. Sein gelbesHaar hieng nicht bis auf die Schultern herab, wie essonst die andern Ausländer zu tragen pflegen, sondernwar bis ans Ohr verschnitten. Ich glaube sein Bartwar röthlich, denn genau kann ich es nicht bestimmen,weil er ihn beständig glatt rasirt trug. Aus seinemblauen Auge strahlte Muth und kühner wilder Sinn.Seine Nase stand im genauen Verhältnis zu seinerbreiten Brust, die volle Athemzüge einzog und aus-stieß. Er besaß einigen Anstrich von Gefälligkeit, deraber mit gar zu vielen widerlichen Zügen schattirr war.Sein Blick, seine Größe, kurz sein ganzer Körperzeigte von einem harten unbiegsamen, heftigen Charak-ter. Selbst die Miene, die er zum jachen verzog,schien die Miene des Verdrusses zu seyn. In ihm gat-teten sich Zorn und Wohlwollen, und bcyde erschienenin einem kriegerischen Gewände. Sein verschlagnerunternehmender Geist benutzte jede sich darbiethende Ge-legenheit. Seine Worte waren sorgfältig abgemessen,und seine Antworten so gestellt, daß er sich Nie bloßgab. Nur allein dem Kaiser mußte er an Glück,Scharfsinn, und andren Gaben der Natur nachstehen.

Alexius spielte bey der Audienz beiläufig und ver-blümt auf die alten Vorfälle an, lenkte aber wiederaufandre Gegenstände ein, denn Bohemund mochte sei-nem Gewissen nicht gerne mit dem Andenken an jeneGeschichten lästig fallen, und half sich mit dem Vor-wände, daß er nicht gekommen sey um darüber Rechen-schaft zu geben, denn sonst habe er auch manches anzu-chringen, das er aber unter den gegenwärtigen Umstän-den vergessen wolle. So mag denn, antwortete derKaiser, das Vergangne dahin gestellt bleiben. Wollt

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