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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
46
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Mauer hinaus, war durch eine vom Kaiser getroffneAnstalt verhindert, indem sich oben, rings um dieZinne der Mauer schwankende Bretter befanden, aufwelchen man keinen festen Tritt thun konnte, damitder Feind, wenn er auch die Mauer erstiege, wiederhinab geschleudert würde. Er fand die Festung imbesten Vertheidigungözustande, die Magazine reichlichangefüllt, und den Soldaten voll Muth, dem diefürchterlichen Maschinen, eben so wenig, als den Fe-stungswerken geschadet hatten. Darauf begab er sichmit Bohemund der unterdessen mit der Einrichtungseines Lagers fertig geworden, auf den Weg zum Kai-ser. Die übrigen Gesandten blieben als Geisseln zu-rück. Manuel Modenus, ein sehr treuer eifrigerDiener ConstantinS mußte vorausgehen, und ihreAnkunft dem Kaiser melden. Als sich Bohemund demkaiserlichen Zelte nahte, höhlten ihn die, bey der ge-troffnen Verabredung bestimmten Personen ein. Beyseinem Eintritt in dasselbe faßte ihn Alexius bey derHand, empfieng ihn mit dem gewöhnlichen kaiserlichenGruße, und ließ ihn nahe an den Thron treten.

Bohemund war, um mich kurz auszudrücken, einMann, dergleichen man damals im Römischen Reicheweder von Aus - noch Inländer gesehen hatte. SeinAnsehen machte ihn eben so fürchterlich, als er es schondurch den Ruf geworden war. Ich will eine kleineBeschreibung von ihm geben. Er ragte beynahe umeine Elle über die gewöhnliche Mannesgröße hervor.Der Unterleib eingezogen, Brust und Schultern breit,die Arme strotzten voll Kraft; die Fleischmasse wederzu karg noch zu üppig schien nach den Maaßstaben ei-nes vortrefflichen Künstlers abgemessen. Wenn manihn recht genau betrachtete, so schien er eine etwasgebückte Stellung zu haben, die nicht von einem Na-

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