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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
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daß sich die Traktaten mit dem Kaiser zerschlagen soll-ten, sichern Abzug zu erhalten habe.

Darauf wurden die heiligen Evangelien zur Be-kräftigung des Endes herbeygebracht, und festgesetzt,daß die Geißeln dem Guido, Bohemunds Bruder, biszu dessen Zurückkunft zur Verwahrung übergeben wer-den sollten. Die Gesandten willigten darein, dagegenmußte ihnen aber auch Bohemund die Sicherheit derals Geißeln bestimmten Personen eydlich bekräftigen.Die Geißeln waren der Sebastus Marinuö, Adrallst,und der Franke Roger.

Bohemunds Heer hatte bis jetzt immer auf dem-selben Platze gestanden, und die Lust »var daselbst durchdie beständigen Ausdünstungen so sehr verschlimmert,daß er, mit Zuziehung der kaiserlichen Gesandten, ei-nen andern Lagerplatz mußte absiechen laßen. Wiekäme es, daß er diese um Rath fragte, wenn nichtder wetterwendische Celte, sich in jede Gestalt schmie-gen könnte, je nachdem es Umstände erheischten? Hiersieht man den Helden, der einst die ganze Erde zu. er-schüttern drohte, und itzt bis in den Staub hinabsinkt,da er es mit Männern von unwandelbarem Entschlüs-se zu khun bekömmt. Die Gesandten willigten unterder Bedingung ein, daß das Lager nicht über zwölf Sta-dien hinaus solle verlegt werden, und erbaten sich, denPlatz wohin es verlegt werden sollte, selbst zu besichti-gen. Nach erhaltener Genehmigung, deuteten sie denBesatzungen in den Pässen durch Briefe an, die Aus-fälle für jetzt einzustellen.

Constankinus Euphorbenus Kakabalo bekam vonBohemund Erlaubniß Dyrrachium zu besuchen, des-sen Befehlshaber er von allem dem, was jetzt im Wer-ke war, unterrichtete. Denn die Aussicht über die

Mali-