sein Zelt betrete, so soll er sich von seinem Sitze erhe-ben , und mich standesmaßig empfangen, z) Er sollkeine Rücksicht auf vorhcrgegangene Verträge nehmen,noch vielweniger sich des Rechts bedienen, über meineHandlungen zu entscheiden, sondern mich völlig als ei-nen freyen Menschen betrachten, der nach Willkührsprechen darf. 4) Außerdem verlange ich, daß derKaiser mich bey der Hand fasse, und oben an seinemSitz einen Platz anweise. 5) Mich mit zwey bepan-zerten Rittern eintreten lasse, und 6) von mir wederFußsall, noch Beugung des Nackens fordere.
Der zweyte und sechste Punkt wurde verworfen,die übrigen bewilligt. Nach getroffenem Vergleich, führ-te man die Gesandten an den Ort hin, der ihnen zumAufenthalt angewiesen war, wo sie von hundert Ser-geanten (Fußknechten) bewacht wurden, damit sie nichtbey Nacht das Lager besichtigen, und nachher die Sai-ten höher spannen möchten. Den folgenden Tag be-gab sich Bohemund mit goo Reitern und allen seinenGrasen an die Stelle, wo vorhin die Unterhandlungvorgefallen war, ließ hier das ganze Gefolge stehen,und gieng blos in Begleitung von sechs Personen zurWohnung der kaiserlichen Gesandten, mit denen er sichnochmals wegen der abgeschlagenen Punkte zu verglei-chen suchte. Darüber entstand nun ein heftiger Wort-wechsel. Bohemund wollte durchaus seine! Federungdurchsetzen: und jene wollten in nichts nachgeben. Ei-ner seiner edelsten Grasen, Namens Hugo, brach un-willig in die Worte aus: Keiner von uns, der gegenden Kaiser auszog, hat noch einen Feind gesehen, laßtdas alles gur seyn, jetzt müssen wir Friede statt Kriegergreifen. Endlich gab Bohemund nach, und fodertihnen nun eine eydliche Zusage ab, daß er die begehr-te ehrenvolle Aufnahme zu erwarten, und im Fcll.e,
daß