Druckschrift 
Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
38
Einzelbild herunterladen
 

38

gewarnt, überfiel sie unversehens am Ufer des FlussesBuse, wo sie vom Marsch ermüdet in guter Ruhe la-gen, und schlug sie gänzlich auf das Haupt. VieleCelten geriethen in Gefangenschaft, noch mehrere fie-len durch das Schwert, die übrigen fanden ihren Todim Wasser. Die gefangenen Grafen sandte der Sie-ger an den Kaiser, und kehrte darauf nach Timoros,einem sumpfigten, schwer zugänglichen, Ort. Hier blieber sieben Tage liegen, während welcher Zeiterverschied-ne Patrullen ausschickte, um den Zustand des feindli-chen Heeres auszukundschaften. Bey einem Flusse fal-len ihnen hundert Celten, die eben im Begriff sind ei-ne Schiffsbrücke zu schlagen, in die Hände. Das son-derbarste bey diesem Vorfälle war, daß BohemundsBruderssohn, ein Riese von zehn Fuß in die Länge,und von starkem derbem Gliederbau, wie ein andrer lHerkules, von einem kleinen septischen Mann, der ihmnicht einmal bis an die Hälfte reichte, gefangen genom-men ward. Eben dieser Scythe mußte auch auf Kan-rakuzens ausdrücklichem Befehl, seinen Gefangenenselbst vor den Kaiser führen.

Die Freude, welche der Kaiser über die, durchKantakuzen erhaltenen, Vortheile empfand, wurdesehr bald durch die Nachricht von der Niederlage desKamytzes und Kabasilas verbittert, die ihnbiszuThrä-nen rührte. Um aber doch den Schaden wieder gutzu machen, oder für die Zukunft ähnlichen Vorfällenvorzubeugen, bestimmte er den Constantinuö GabraSnach Petula hin, um theils die Stelle, wo die Celteneingebrochen waren, zu besichtigen, theils durch Ver-schanzungen einem nochmalige Einbruch vorzubeugen.Gabras war zwar ein sehr braver Soldat, aber erbesaß zu vielen Eigendünkel, und mochte sich nur beywichtigen Unternehmungen gebrauchen lassen. Weil er