bting. Er stand auf einem vierseitigen Gestelle, undragte fünf bis sechs Ellen über die Stadtthürme her-vor- Er hatte mir Fleiß diese größere Höhe erhalten,damit die Fallbrücke, wann sie niederfiele, etwas ab-schöfstg zu liegen käme, und dadurch bequemer zumher-ablauffen würde. Unter den Belagerern müssen noch-wendig geschickte Meßkünstler gewesen seyn, denn sonsthätten sie die Höhe der Mauer nicht so genau ausneh-men können. Der Thurm wurde aufWalzen, vermit-telst eingelegter Stangen, von Soldaten, die in ihmselbst verdeckt standen svrtbewegt, und daö machte ihnnoch fürchterlicher, denn nun schien es, als wenn dieungeheuer große Maschine durch ihre eigne Kraft vonder Stelle rückte. Er war in mehrere Stockwerke ein-getheilek, und hatte in seinem Umfange viele Lücken,aus denen man mit Pfeilen schoß. Auf dem oberstenTheile zeigten sich bewaffnete Krieger, deren Rüstungund wildes Ansehen, Tod und Verderben drohten.
Dagegen war man in Dvrrachium auch nicht muf-fig gewesen, sondern hatte sich schon aus, den Fall, daßdieser Thurm sollte gebraucht werden, in Bereitschaft ge-setzt. Ihm wurden vier Balken, die seine Höhe nochum eine Elle überkrasen entgegengcstellt. In ihrerMitte waren Staffeln angebracht. Der Raum zwi-schen ihnen stand offen, weil es nicht nöthi'g war, ihnzu bedecken. Nur der hcrvorsieheude Theil hakte eini-ge Bekleidung. Hier hinauf brachte man zähe brenn-bare Materialien, um sie durch die Schießscharten aufden feindlichen Thurm abzuschießen. 'Aber dieses letzte-re Vorhaben wurde bald ausgegeben, denn bas Feuerwürde doch nur den Thurm an wenigen Stellen berührthaben. Statt dessen füllte man den Ort zwischen demaussen stehenden hölzernen Thurm und der Mauer mitallerhand feuerfangender Materie an, schüttete Strö-me