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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
29
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Alles dieses konnte Bohemund nicht von seinemVorhaben zurückschrecken» Er betrieb vielmehr, vorwie nach, was er einmal beschlossen hatte. Die erste,mit einem Mauerbrecher versehene Schildkröte, welcheer an der östlichen Seite der Stadt aufpstanzte, warein Wunder in ihrer Art, und jagte schon durch den blo-ßen Anblick Schrecken ein. Sie war nicht groß, vier-eckig!, und zwar parallelograminförmig, oben und vonbeyden Seiten mit aneinandergehefteten Rindfellen be-deckt, stand auf Walzen, und inwendig hieng derMauerbrecher. Man bewegte sie mit Hülse mehrererStangen, zog, als sie der Mauer nahe genug stand,die Walzen fort, und rammelte um sie herum vielePfähle ein, damit sie beym Schwanken des Balkens,der gegen die Mauer getrieben ward, unbeweglich blie-be. Dieser Balken ward von den stärksten Personenangezogen und dann gegen die Mauer angelafsen, vonder er gegen die Hinterwand der Schildkröte abpr<Me,und dann wieder vorwerts an die Mauer flog. DieAlten nannten ihn einen Widder, weil die Thiere auchso mit den Kopien gegen einander streiten. Seine Er-findung schreibt sich von der Belagerung der StadtGades her. Den Belagerten in Dyrrachium kamdas Ernstliche, und doch im Grunde vergebliche, Bemü-hen der Belagerer so lächerlich vor, daß sie ihrenScherz damit trieben. Sie öfneten die Thore, undnöthigten sie unter einem Hohngelächter in die Stadthinein; ihr werdet doch, sprachen sie, mit euremSchaafskopf niemals ein so großes koch machen, alseuch das Thor gewahrt, welches wir zu euren Empfangeausschließen. Dieser Schritt benahm den Celten alleHoffnung auf dem bisherigen Wege je etwas auszurich-ten. Ihr Mauerbrecher feyerte, und wurde bald durch«ufgeworfene brennbare Suchen in 'Asche gelegt.

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