Kaltblütigkeit, mit der AlexiuS die Nachrichtvon BohemundS Landung aufnahm, war in derThat zum Erstaunen, obgleich sie ihm nicht von Her-zen gieng. Alle Umstände riethen es ihm, sich von derHauptstadt zu entfernen, in der er noch zu seiner eig-nen Sicherheit vieles zu besorgen hatte. Er that wasdie Nokst von ihm heischte, brachte die Angelegenheitenseines Hauses in Richtigkeit, übertrug dem Großdrun-gar der Flotte, dem Verschnittenen Eustachius Kymi-nianus und dem Nicephvrus, Decans Sohn, die Si- lchsrheit der Kaiser-Stadt, und gieng am ersten No-vember des Jahrs 1107, mit einem kleinem Gefolge,und mit seinen Blutsverwandten aus Constantinopel,bis Geranium, wo er sein purpurfarbnes Zelt aufschlug.Hier blieb er vier Tage liegen, weil die Mutter Got-tes zu Blacherne nicht das gewöhnlich- Mirakel verrich-tet hatte; ja er gieng sogar am Abend des vierten Ta- l
ges mit seiner Gemahlin zurück, und betrat in einem !
kleinen Gefolge heimlich die Mutter Gottes Kirche, woer nach verrichtetem Gottesdienste, und inbrünstigem Ge-bete das erwünschte Wunder sah, welches ihn für dieZukunft mit guten Hoffnungen erfüllte. Den folgen- iden Tag setzte er den Weg nach Thessalonich fort, undbestellte Johannes Taronites zum Befehlshaber vonChörobacchi. >
Dieser Johannes stammte von einer vornehmenFamilie, war yon Jugend auf um den Kaiser gewe-sen,