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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
23
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Nähme Elissus von einem Flusse, der sich in denDry-mon ergießt, oder von irgend einem andern Umstandherzuleiten sey, kann ich nicht bestimmen. Durch sei«ne glückliche Lage, gereicht es Dyrrachium von derWasser - und Landseite zu einer großen (LchuHwshr, dersich auch der Kaiser sehr wohl zu. bedienen wußte, in-dem er zu Land und auf dem schiffbaren Drymon, Dyr-rachium mit allen benöthigten Kriegs - und Lebensbe-dürfnissen versorgte. Der Drymon kommt oben ausdem See, der heut zu Tage in der auSgeartcten Mund-art Achris genennt wird, nach dem Bulgarischen Kö-nige Mocrus, oder wie er zuletzt hieß, Samuel, des-sen Leben in den Zeiten der beyden Kaiser und Porphy-rogeneten, Constantinus und Basilius, fallt. Aus die-sem See fließen hundert Kanäle, welche sich in denFluß, der bey Delire vorbeygeht, ergießen. Nun gehter, als ein großer breiter Strom, unter dem NahmenDrymon aus der dalmatischen Grenze hinaus, krümmtsich gegen Norden, dann wieder gegen Süden, undfällt an dem Fuß des Berges, aus welchem Elissussteht, in das adriatische Meer.

Der Dux von Dyrrachium sandte gleich nach ge-schehener Landung Bohemunds einen Skythen als Eil-boten nach Constantinopel ab. Dieser traf eben ein, alsder Kaiser von der Jagd gekommen war, beugte seinenKopf zur Erde, und stattete feinen Bericht mit lauterStimme ab» Alle Anwesende standen wie versteinertda , als hätte sie der bloße Nähme Bohemunds ihrerBesonnenheit beraubt. Der Kaiser hingegen bliebganz gelassen; zog seine Schuhe ans und sagte: Jetztist es Zeit, zur Tafel zu gehen; nachher wollen wirschen was mit Bohemund anzufangett sey.

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