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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
20
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Contostephanus sollte alles, was von Bohemundkam , oder zu ihm stoßen wollte, auffangen. Er ver-mißte aber, aus Unkunde der Gegend, gleich zu Anfän-ge die Stelle, welche zur Ueberfahrt aus der Lombar-dei) .nach Jllyrien die bequemste ist. Noch mehr, ergieng sogar dein erhaltnen Befehl zuwider nach Hydrunt, ^das an der italienischen Küste liegt, und damals unterden Befehlen eines Weibes stand, der Mutter Tan-creds, wie man hehcupket. Doch kann ich nicht bestim-men, ob sie Bohemunds Schwester war, oder nicht,denn mir ist es.nicht bekannt, ob Tancred von mütter- ^licher, oder väterlicher Seite mit Bohemund ver- lwandt war.

Die Kaiserlichen machten ihren ersten glücklichenVersuch gegen Brindisi, und waren schon so weit gekom- ,

men, daß sie den Kaiser als Herrn der Stadt aus- j-

riefen. Jene, eben so kluge, als entschloßne Dame,sandte eiligst einen Boten an einen ihrer Söhne, undließ die Zeit über, da sie seine Ankunft erwartete, dieBesatzung der Stadt in den Zuruf der Belagerer miteinstimmen. Auch fieng sie schon an, mit Contoste-phanus vorläufig in Unterhandlungen zu treten, dw sieso lange hinzuhalten wußte, bis ihr Sohn mit der er- swarteten Hülfe ankam, und die Kaiserlichen in dieSchiffe zurücktrieb.

Unter den letztem befanden sich viele Seythen,von denen sechs in feindliche Hände fielen. Nichtskonnte für Bohemunds Absichten erwünschter seyn alsdieser Fang, denn nun war er im Stande zu zeigen,was für Leute der Kaiser zu seinen Kriegen gegen dieChristen gebrauchte. Er führte sie nach Rom, stelltesie dem Pabst vor, zeigte bey jeden Wort auf die Scy-then hin, schalt sie Heyden, und spottete über ihrenAuszug. Auf diese Art war es ihm leicht, nicht blos ,

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