Druckschrift 
Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
12
Einzelbild herunterladen
 

Wir verließen den Kaiser in Theffalonich, wohinsich, auf sein Gebot, alle abendländischen Truppen ein-fanden. Dießmal waren nicht Heuschrecken, aber einungewöhnlich großer Comet Vorboten der Celten; dennso außerordentliche Begebenheiten, zu denen iht alleAnstalten gemacht wurden, mußten auch durch eben sobedeutungsvolle Zeichen vorher verkündigt werden.

Er stand vierzig Tage und Nachte am Himmel,und zog sich von Abend gegen Morgen Der Kaiserpflegte aufdergleichen Erscheinungen nicht viel zu achten,weil er sich dieselben aus ganz natürlichen Gründenerklärte, dießmal aber konnte er sich doch nicht enthal-ten, Sachverständige deshalb um ihre Meinung zu be-fragen. Unter andern erkundigte er sich auch bcy demdamaligen Stadtpräfect von Byzanz, den er zu demEnde kommen laßen, was doch wohl der Comet bedeu-ten möchte? Basilius, (so hieß dieser Mann, ein treuerUnterkhan des Kaisers) verschob die Antwort auf denfolgenden Tag, gieng in seine Behausung bey der Kir-che des Evangelisten Johannes und beobachtete nachSonnenuntergang den Cometen. Während dieser Be-schäfftigung überfällt ihn der Schlaf, in welchem ihm Jo-hannes nicht als Traumgesicht sondern wirklich in prie-sterlicher Kleidung erscheint. Mit Furcht und Bebenfragt er den Heiligen, was der Comet andeute.Ue-berschwemmungen der Celten, war die Antwort, dieda ein Ende nehmen werden, wohinter Comet sich zumUntergange neigt."

Was die Anstalten betrifft, welche der Kaiser zuBohemunds Empfange machte, so waren sie so beschaf-fen, daß er, wenn dis Noch es erforderte, sogleich inBereitschaft seyn konnte. Er übte seine Recruten inden Waffen. Sie mußten mit Pfeilen nach dein Zielschießen, und den Schild zu ihrer Bedeckung führen

lernen.