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Giacomo Meyerbeer.
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Nach kurzer Erholung in Ems und Schwalbach legte Meyer-beer endlich die letzte Hand an die „Afrikanerin". Am 25 . De-eember entstand das berühmte Dnett zwischen Vasco und Se-lika im vierten Akt. Da sich trotz allen Suchens kein Sängerfür die Hauptrolle finden wollte, der den Ansprüchen des Kom-ponisten gewachsen gewesen wäre, erklärte er sich schließlich mitNaudin's Stimmruine einverstanden, während als Trägerin derSelika Madame Sax in Aussicht genominen war. Von der rast-losen Arbeit angegriffen, aber heiter gestimmt und mit dem Ergeb-nis seiner Thütigkeit zufriedener denn gewöhnlich, reiste Meyer-beer Anfangs Juni über Frankfurt am Main nach Ems, ver-weilte daselbst bis Ende Juli, begab sich dann nach Schwalbachund zuletzt noch in das Seebad Dieppe, um seine Kräfte für denPariser Winter möglichst zu stärken. Trotzdem wollte sein Körperdem elastischen Geist nicht mehr recht gehorchen, als er Mitte Ok-tober in der französischen Hauptstadt eintraf. Die kaiserlichen Ein-ladungen zu Hossesten und den Decemberjagden ausschlagend feilteer unablässig an seiner Partitur, stellte Praktische Studien im Opern-haus an, ja trug sich bereits mit neuen Entwürfen. Die Über-gabe der vollendeten Partitur der „Afrikanerin" an den Ministerund Marschall Vaillant Anfangs Frühjahr 1864 gestaltete sich zueinem förmlichen Staatsakt, wodurch das Tonwerk gewissermaßenfür ganz Frankreich gewonnen wurde. Schon hatten die Probenbegonnen und rüstete sich Meyerbeer für eine Fahrt nach Brüssel,um unter den dortigen Sängern nochmals Umschau zu halten, alser den 26 . April von einem stärkeren Unwohlsein befallen wurde.Rasch nahm nunmehr die Schwäche überhand. Am 1. Mai trafenseine beiden Töchter aus Baden-Baden ein; ihre Krankenpflegesollte nur wenige Stunden dauern. Nachdem der Komponist Abendsden Anwesenden mit freundlich ruhiger Stimme noch eine guteNacht gewünscht, begannen Montags den 2 . Mai 1861 früh Mor-gens seine Pulsschläge zu stocken und um 5 Uhr 40 Minuten warer eine Leiche. In einem versiegelten Papier fand man die Weisungvor, seinen Körper wohlbewacht vier Tage lang auf dem Bett lie-gen zu lassen, wozu ihn seine stete Furcht vor dem Scheintod ver-anlaßt hatte. Der Auftrag wurde natürlich strikt befolgt. Erst am6. Mai fand die Überführung des Tobten, der in der Familiengruftder Heimat beigesetzt werden sollte, aus seiner letzten Pariser Woh-
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