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Giacomo Meyerbeer : sein Leben und seine Werke
Entstehung
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Giacomo Meyerbeer.

Sein Leben und seine Werke.

von

A. Niggli.

on der Parteien Gunst und Haß verwirrt, schwanktsein Charakterbild in der Geschichte. Das bekannteSchiller'sche Wort, das der Dichter auf seinen aller-dings höchst problematischen Helden Wallenstein an-wendet, könnte man füglich auch auf den Tonkünstler beziehen, mitdem sich dieser Vortrag befassen soll. Kaum ist einem musikalischenTalent mehr zugejubelt, mehr Weihrauch gestreut worden als Meyer-beer; kaum hat aber auch eines schärferen Widerspruch, leidenschaft-licheren Tadel erfahren als das seine. Ganz abgesehen von den An-griffen, denen der Komponist schon um seiner Stellung als Israelitwillen ausgesetzt war und die in dem bekannten ebenso geistvoll geschrie-benen wie fanatisch-einseitigenLibellRichard WagnersDas Juden-thum in der Musik" gipfeln, ganz abgesehen von derartigen Jnvektivenerbitterter Gegner haben selbst maßvolle Künstler, wie Schumannund Mendelssohn, bei Beurtheilung Meyerbeer s bis zu einem ge-wissen Grad ihre Unbefangenheit eingebüßt und nur Worte derheftigsten Ablehnung gefunden, wo doch in den dramatischenSchöpfungen ihres Landsmannes unmittelbar neben dem Verwerf-lichen auch das Große, wahrhaft Bedeutende auffällig genug zu Tagetrat. Während der geniale Franzose Hector Berlioz nach den ersten

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