Giacvmo Meycrbeer.
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heit der Aufgabe, der dorfgeschichtlich-idyllische Stoff reizten dentrotz zunehmender Kränklichkeit phantasiefrischen und unermüdlich reg-samen Musiker, der noch jetzt in seinem traulich-stillen, nach demThiergarten hin gelegenen Arbeitszimmer alle Tage von Morgensfrüh bis Nachmittags 2 Uhr zu komponiren Pflegte, erst gegen 3Uhr Besuche annahm, um 4 oder halb 5 Uhr zu Mittag aß undAbends regelmäßig Konzert oder Theater besuchte. — Roher, derDirektor der großen Oper in Paris, welcher im Juli 1856 nachder Spreestadt reiste, um die angeblich fertige „Asrikanerin" durchÜberrumpelung zu erlisten, erhielt auch diesmal einen Wechsel aufdie Zukunft, während die Partitur des neuen Werkes lebhafteFortschritte machte. Nach der üblichen Sommerfrische in Spaaund einem kurzen Besuch in der französischen Hauptstadt befand sichMeyerbeer schon am 19. September wieder in Berlin und vergrubsich neuerdings in seine Noten. Der Arbeit an der komischen Operzur Seite ging die Komposition eines Brantgesanges von Rellstab,für Solo. Chor und Orchester, den er zur Vermählung der Prin-zessin Luise von Preußen mit dem Prinzregenten von Baden ineinem Galakonzert aufsührte. Doch nöthigten ihn ein Kehlkopf-und namentlich ein bedrohliches Augenleiden schließlich zum Still-stand. Nachdem er sich 1857 durch eine längere Kur in Spaagekräftigt, traf er zu Paris mit den Dichtern der „Dinorah" dieletzten Verabredungen und unterhandelte mit Scribe neuerdingsüber die ihn noch immer nicht befriedigende „Asrikanerin". Letztererkonnte diesmal nach schneidigen Auseinandersetzungen erst durch einerhebliches Reugeld gefügig gemacht werden. Die schwere Erkran-kung seiner in Nizza weilenden Tochter veranlaßte Meyerbeer, seinenPariser Aufenthalt plötzlich abzubrechen und am 19. Novembersüdwärts zu reisen.
Bis zum Frühjahr 1858 verweilte er zu Nizza, dessen herrlicheLage ihn mit Zaubermacht fesselte. Da auch die Kranke bald wie-der genas, wurde dieser südliche Winter einer seiner glücklich-sten und zugleich schöpferisch reichsten. Hier schrieb er außerdem vierten Fackeltanz in Oäur zur Vermählung des KronprinzenFriedrich Wilhelm von Preußen und der Prinzessin Viktoria vonEngland, der am 28. Jan. 1858 nach Berlin abging, ganze Ab-schnitte der „Dinorah" sowie die gelungensten Nummern der „Afri-kanerin", das Duett des zweiten Aktes, die Staatsrathsscene, die