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A. Niggli.
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Ouvertüre und Zwischenaktsmusik zum Trauerspiel „Struensee",dem Hauptwerk seines srüh verstorbenen Bruders Michael Beer.Er wollte die Mutter damit überraschen und zugleich dem Todtenein würdiges Denkmal der Erinnerung weihen. Am 19 . Septem-ber 1846 fand im königl. Schauspielhaus die erste Aufführungstatt und hinterließ einen tiefen Eindruck. Die Ouvertüre besondershat echt symphonischen Zug und athmet ein ergreifendes Pathos.Um diese Zeit gelangte von Pokorny, dem Direktor des Theatersan der Wien, das Gesuch an Meyerbeer, er möchte ihm das ange-messen umzuarbeitende „Feldlager in Schlesien" überlassen, welchesmit Jenny Lind als Trägerin der Hauptrolle zu einer Art Musteropergestaltet werden und der heruntergekommenen Bühne wieder aufhelfensollte. Meyerbeer trat namentlich im Interesse seines holden Schütz-lings für das Projekt ein und erklärte sich sogar zur unentgelt-lichen Übergabe der Partitur bereit, unter der Bedingung, daßihm selbst die Direktion überlassen, eine Vermehrung des Orchester-personals und des vorhandenen Chors um 100 Personen vorgenom-men und Jenny Lind für jeden Abend ein Honorar von 1000 Gld.zugesichert würde. Pokorny war mit allem einverstanden und am18 . Febr. 1847 schon erschien die Oper unter dem Titel „Vielka"aus der Wiener Bühne. Der Beifall war ein immenser. JennyLind wurde vergöttert, auf den Komponisten eine Medaille geprägtund derselbe mit Ovationen aller Art nahezu erdrückt. Noch imFrühling des nämlichen Jahres wiederholte sich der Taumel in Lon-don, wo „Vielka" gleichfalls mit der schwedischen Nachtigall unterLumley's Direktion über die Bretter der königl. italiänischen Operging. — Dann ruhte Meyerbeer einige Sommerwochen in Fran-zensbad aus und pflog daselbst mit Konradin Kreutzer zwanglosheitern Verkehr, während der gleichfalls anwesende Ritter Spontiniseine eifersüchtige Verbitterung gegen den ruhmgekrönten Kollegenunverhohlen genug an den Tag legte. Den größten Theil desJahres 1848 brachte unser Musiker in Paris zu, um daselbst sei-nen „Propheten" zu vollenden, der Operndirektion einzureichen undsofort mit den Proben zu beginnen. Mit elektrischer Spannung er-wartete man das Riesenwerk, für das längst alle Hebel der Reklame inBewegung gesetzt waren. Hatte doch Meyerbeer, wenn wir Hein-rich Laube in seinen „Erinnerungen" glauben sollen, eine förmlicheKanzlei zur regelrechten Besorgung der öffentlichen Stimmung. „Leise