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A. Niggli.
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Aufführung bis zum 22. Nov. 1831, so daß Meyerbeer Zeit ge-nug fand, die ursprünglich einer Baritonstimme zugedachte RolleBertrams für den trefflichen Bassisten Levaffeur gänzlich umzuarbei-ten und sämmtliche Rollen dem Personal aufs sorgfältigste einzu-studiren. — Trotz verschiedener störender Zwischenfälle fand die Opereine begeisterte Aufnahme und mußte am 24. Nov. wiederholt wer-den. Kaum weniger denn die emphatischen Beifallsbezeugungenerfreute Meyerbeer der Besuch seiner Mutter, welche ohne sein Wis-sen an dem bedeutungsvollen Tage in Paris eingetroffen war, umnach Beendigung der Darstellung den ruhmgekrönten Sohn in dieArme zu schließen.
In seinem Aufsatz über Scribe's und Meyerbeer's „Robert denTeufel" vom Jahre 1854 (Gesammelte Schriften Bd. III Fol. 48) hatFranz Liszt vortrefflich dargethan, wie Scribe eine neue Grundlagefür das Opernlibretto schuf, wie er an die Stelle des breitergosse-nen, lyrischen Gefühlsausdruckes die spannende Situation oder,richtiger gesagt, eine Reihenfolge von Situationen setzte. Damithörten die Pracht der Dekoration, der Luxus der scenischen Einrich-tung, die Ballette, die Maschinerien, kurz die dem Auge gebotenenHerrlichkeiten auf, eine bloße Nebensache, eine je nach den verschie-denen Theaterkräften bald spärlicher bald reichlicher bewilligte Zu-gabe der Oper zu sein: sie wurden integrirender Bestandtheil,organisches Glied des Werkes und dienten dazu, das Interesse, diemalerische Wirkung des jeweiligen Auftrittes zu erhöhen. Vonnun an räumte man der Liebe, die bei Metastasio, dem Muster-Librettisten des 18. Jahrhunderts, alles beherrscht hatte, nur nocheinen episodischen Platz ein, man trat aus dem Kreis einfacher,individueller Empfindungen heraus, vervielfältigte aber dafür durchVerwerthung reicherer scenischer Stoffe die dramatische Triebfeder.— Bewunderungswürdig wußte sich nun Meyerbeer der principiellenIdee Scribe's wie seiner ganzen Produktionsweise anzubequemeu.„Dieser Autor" sagt Liszt, „konnte nur von einem musikalischen Genieerfaßt werden, welches im Erforschen der akustischen Effekte, in derInstrumentation, in der Harmonie, in der Anwendung und Kom-bination von Massen- und Einzelwirkung so erfahren war wieMeyerbeer. Die Vorliebe des letzteren für forcirte oder glänzende,bezaubernde, schwindelerregende Eindrücke glich derjenigen Scribe's.Er war ebenso erpicht auf gewaltsame Kontraste, unerwartete An-