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A. Niggti.
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liche Naturpracht, durch italienische Kunst und heiteres geselligesLeben vollständig akklimatisirt worden und konnte demzufolge,auch nur italienisch denken, italienisch suhlen und empfinden. Daßeine solche totale Umstimmung meines geistigen Lebens den wesent-lichsten Einfluß auf meine Kompositionsweise haben mußte, ist selbst-verständlich. Ich wollte nicht Rossini nachahmen und italienischschreiben, wie man annimmt, sondern ich mußte so komponiren,wie ich gethan, weil mich mein Inneres dazu trieb". Und vielleichtnoch prägnanter bezeichnet er die Reaktion, welche Italien gegenseine bisherige verstandeskühle, deutschnüchterne Produktionsweise beiihm hervorrief, mit folgenden Zeilen eines Briefes an den näm-lichen vr. Schucht vom 15. Dec. 1856: „Daß ich mich in dervon Ihnen geschilderten, zweiten Phase meiner Produktivität deritalienischen Melodik mehr zuneigte, wird man begreiflich finden,wenn man erwägt, daß ich von meinen Lehrern zu streng in denkontrapunktischen Verstandesarbeiten sestgehalten wurde. Es wareine Evolution meiner Natur; das bisher durch die polyphonenRechenexempel unterdrückte Gefühlsleben ward durch die italieni-schen Zephyrlüfte und Nachtigallenmelodik nicht nur erweckt, sondernauch zur Thätigkeit, zur Manifestation seiner selbst sollicitirt. Frei-lich, ein Umschlag ins entgegengesetzte Extrem, jedoch hervorgegan-gen aus Studienrichtung und Lebensgang."
So trat er denn nach nahezu zweijähriger Vorbereitung 1818mit der opers, Zkiui-serig. »Uoiuiläu 6 Oostuurm« zum ersten Malevor das italiänische Publikum. Das frisch erfundene, melodiöseWerk wurde den 19. Juni im llsutro uuovo zu Padua so günstigausgenommen, daß er den Auftrag erhielt, für den nächsten Kar-neval in Turin Metastasio's beliebtes Opernbuch, »Loiuiruiuiäariooiiosmutg,« , zu komponiren. Und noch während er hiemit be-schäftigt war, lud ihn die Direktion des Daatro Leirackatto zu Ve-nedig ein, eine zweiaktige tragische Oper »ümirm äi Uesbui-Ao«, Textvon Rosst, für die Lagunenstadt zu schreiben, so daß er nun aufeinmal Arbeit die Fülle hatte. Der Erfolg der Türmer Oper beimKarneval 1819 war ein höchst ehrenvoller, derjenige der „Emma vonRoxburgh" in Venedig der denkbar glänzendste, obschon ihr das'1'es.tro Genies in Rossini s »Lärmräo 6 Oristiim« eine gefährlicheNebenbuhlerin entgegenstellte. Da ihn die venetianische Stadt-behörde um ein Antograph für ihr Archiv bat, hinterließ ihr Meyer-