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Giacomo Meyerbeer : sein Leben und seine Werke
Entstehung
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Giacomo Meyerbeer.

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das Monodram: «Oes aiuours äs Ollsveliiiäa« für Sopran, Chorund obligate Klarinette. Nachdem schon 1810 eine Operette Meyer-beer'sDer Fischer und das Milchmädchen" anonym und ohne be-sonderen Erfolg über die Berliner Bühne gegangen war, wurde dieletzte Zeit des Darmstädter Aufenhaltes fast vollständig durch dieKomposition seiner ersten ernsten OperDas Gelübde des Jephtha"ausgefüllt, zu der ihm A. von Schreiber ein ziemlich plumpes undunbehilsliches Libretto geliefert. Der Tondichter hatte gehofft, dasWerk, das er unter Vogler's kritischen Einfluß aufs sorgsamste aus-gearbeitet, in Darmstadt auf die Bühne zu bringen. Doch gelangihm dies nicht; dagegen wurde die Oper von der Hofbühne inMünchen angenommen und Meyerbeer eingeladen, selbst die letztenProben und die ersten Aufführungen zu leiten. So nahm er dennvon seinem Lehrer, der seinerseits eine nochmalige Rückkehr nachDarmstadt für zwecklos erklärte, Abschied und begab sich nach derJsarstadt. Trotz der guten Besetzung sämmtlicher Rollen und desvortrefflichen Münchener Orchesters vermochte indeß die Oper nichtdurchzuschlagen. Die Kenner rühmten den Ernst der künstlerischenGesinnung, der sich darin aussprach, den sorgfältig gearbeitetenSatz, die seine Instrumentation. Die Massen ließ das akademischregelrechte aber gesangsarme und effektlose Werk kühl. Besser alsdem Opernkomponisten erging es in München dem Virtuosen Meyer-beer, dessen Klavierspiel und Improvisation höchste Verwunderungerregten, und Carl Maria von Weber's Wort, sein Freund dürfesich den größten Pianisten der Zeit zur Seite stellen, rechtfertigten.In München wurde unserm Tonkünstler vom dortigen Hosschau-spieler und Regisseur Wohlbrück der Text zu einer zweiaktigen komi-schen OperAlimelek, Wirth und Gast, oder: Aus Scherz Ernst" an-erboten, deren Gegenstand die bekannte Geschichte von dem erwachtenSchläfer aus Tausend und Einer Nacht bildet. Meyerbeer, hoffendes werde ihm mit einem heiteren Sujet besser gelingen denn miteinem oratorienhaft-biblischen Libretto, ging daraus ein. Doch sollteer auch diesmal einen Fehlgriff thun, da seine stets zur Reflexiongeneigte, pathetisch-ernsthafte, schwerflüssige Natur eben so wenigeine komische Ader besaß wie Spohr und wie sein späterer großerRivale Richard Wagner. Die Oper entstand während des ereig-nisschweren, für Deutschland rühm- uud thränenreichen Jahres1813, das sich zu humoristisch heiteren Schöpfungen ohnehin nicht