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Giacomo Meyerbeer.
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klassischen Sprachen Französisch und JtaliLnisch sowie geschicht-liche Studien mit ihm trieb und ihn nach seiner Eltern Willenüber die konfessionellen Schranken auf die Höhe freier Humani-tät erhob. Meyerbeer's erste Kompositionsversuche, darunter eineKantate für des Vaters Geburtstag, fallen gleichfalls schon in dieseZeit. Von seinem gereiften künstlerischen Geschmack, wie der be-wunderungswürdigen Technik, die er sich durch unablässiges, täglichsieben- bis achtstündiges Arbeiten angeeignet, legten zwei KonzerteZeugnis ab, die er am 17 . Nov. 1803 und 2. Januar 1804 imköniglichen Schauspielhause gab. Nachdem ihn dann Karl Fr. Zeltereine Zeit lang im Generalbaß unterrichtet, auch seinen Eintritt in dieSingakademie ( 16 . Juli 18051 veranlaßt hatte, ging er 1806 vondem wenig anziehenden, moros-derben Freunde Goethes zu demliebenswürdigen königl. Kapellmeister Bernhard Anselm Weber über,dessen Lehrbegabung übrigens gleichfalls keine bedeutende war.Eine als Studie ausgearbeitete Fuge, die der Schüler damals aufWebers Veranlassung an Abbe Vogler in Darmstadt sandte, erhielter nach mehreren Monaten mit einem in drei Abschnitte gegliedertenLehrbuch über die Fuge zurück. Der seltsame Gelehrte, in dem sichmit tiefen: Wissen phantastische Bizarrerie unzertrennlich verband,hatte die Schrift speziell zu diesem Zwecke versaßt, bezeichnte übri-gens Meyerbeer's Arbeit als mehr fleißig denn reis und empfahlihm gründlichere methodische Studien. — Als dann Meyerbeerdem Meister nach einiger Zeit eine zweite, in achtfacher Gestalt aus-gearbeitete Fuge zur Durchsicht schickte, ward ihm eine überausherzliche, sein Talent freudig anerkennende Zuschrift zu Theil,welche mit den Worten schloß: „Die Kunst eröffnet Ihnen, jungerMann, eine große Zukunft; kommen Sie zu mir nach Darmstadt.Sie sollen wie ein Sohn des Hauses gehalten werden und an derQuelle den Durst nach musikalischen Kenntnissen löschen." — Die-sem Ruf vermochte Meyerbeer nicht zu widerstehen. Anfangs April1810 traf er bei Vogler ein, der ihn zum Zwecke möglichst um-fassenden Unterrichtes in Kost und Logis aufnahm, während seineetwas früher in Darmstadt angelaugten Studiengenossen Carl Mariavon Weber und der Tiroler Joh. Baptist Gänsbacher ihren Ver-hältnissen entsprechend eine bescheidene Privatwohnung beim MetzgerKlein in der Ochsengasse bezogen hatten. Rasch bildete sich einherzliches Verhältnis zwischen den talentvollen Jünglingen, und