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denzen zu verbreiten und zu nähren; da er eine falsche und korrumpierendeMoral lehrt und geltend macht, so sprechen wir die Überzeugung ans, daßFriede und Gedeihen, Eintracht in der Kirche und richtiges Verhältniszwischen ihr und der bürgerlichen Gesellschaft erst dann möglich ist, wenn dergemeinschädlichen Wirksamkeit dieses Ordens ein Ende gemacht wird.
VII. Als Glieder der katholischen, noch nicht durch die vatikanischen De-krete alterierten Kirche, welcher die Staaten politische Anerkennung und öffent-lichen Schutz garantiert haben, halten wir auch unsere Ansprüche ans dierealen Güter und Besitztitel der Kirche aufrecht.
270. Thronrede Viktor Emanuels. 27. November 1871.
Das Werk, dem wir unser Leben gewidmet haben, ist vollendet. Nachlangen Prüfungen ist Italien sich selbst und Rom wiedergegeben. Hier, wounser Volk sich nach einer hundertjährigen Trennung zum ersten Male in derPerson seiner Vertreter versammelt findet, hier, wo wir das Vaterland unsererWünsche wieder erkennen, spricht alles zu uns von Größe. Gleichzeitig er-innert uns auch alles an unsere Pflichten. Die Freude, die wir empfinden,wird uns diese nicht vergessen lassen. Wir haben unseren Platz in der Welsdurch die Verteidigung der Rechte der Nation wiedergewonnen. Heute, dadie nationale Einheit vollendet ist und eine neue Periode für Italien beginnt,werden wir unseren Grundsätzen treu bleiben. Durch die Freiheit wieder-geboren, werden wir in der Freiheit und Ordnung das Geheimnis der Stärkeund der Versöhnung suchen. Wir haben die Trennung des Staates und derKirche verkündet. Da wir die unbedingte Unabhängigkeit der geistlichenAutorität anerkannt haben, können wir überzeugt sein, daß Rom, die Haupt?stadt Italiens, fortfahren werde, der friedliche und geachtete Sitz des Papsttumszu sein. Auf diese Weise werden wir dahin gelangen, die Gewissen zu be-ruhigen. Derart haben wir durch die Festigkeit unserer Entschließungen unddurch die Mäßigung unserer Handlungen die nationale Einigung beendenkönnen, ohne unsere freundschaftlichen Beziehungen zu den fremden Mächtenzu beeinträchtigen. Die Gesetzentwürfe, die Ihnen zur Regelung der Ver-hältnisse der geistlichen Körperschaften vorgelegt werden sollen, werden denGrundsätzen der Freiheit entsprechend sein. Sie werden nur die juristischePersönlichkeit und den Modus des Besitztums berühren, indem sie die reli-giösen Einrichtungen, welche einen Teil in der Regierung der allgemeinenKirche haben, unversehrt lassen. Die volkswirtschaftlichen und finanziellenAngelegenheiten erheischen Ihre ganze Fürsorge. Jetzt, da Italien konstituiertist, muß man daran denken, es durch Wiederherstellung seiner Finanzenglücklich zu machen. Wir werden nur durch Beharrlichkeit in den Tugendendahin gelangen, die die Quelle unserer nationalen Wiedergeburt gewesen sind.Gute Finanzen werden uns die Mittel bieten, unsere militärische Organisationzu verstärken. Meine heißesten Wünsche sind für den Frieden, und nichtsläßt uns befürchten, daß er gestört werden könnte. Aber die Organisationder Armee und Marine, die Erneuerung der Waffen, die Bauwerke zuZwecken der Verteidigung des nationalen Gebietes erheischen lange und ein-dringliche Studien. Die Zukunft könnte strenge Rechenschaft wegen unsererNachlässigkeit von uns fordern. Sie werden die Ihnen zu diesem Zwecke vonmeiner Regierung zu unterbreitenden Maßnahmen prüfen. Ändere wichtigeVorschläge in betreff der Selbständigkeit der Gemeinden und der Provinzen,der administrativen Dezentralisation ohne Beeinträchtigung der Macht desStaates, in betreff der Geschworenen-Einrichtung, sowie wegen Erzielungeiner größeren Gleichförmigkeit und Wirksamkeit der Gerichtsorganisatiofiwerden Ihnen gemacht werden. Auf diese Weise werden wir zur Befestigung
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