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z8?t- Antwortadresse des deutschen Reichstages.
gestatten. Die Lage der für Deutschland rückerworbenen Gebiete wird eineReihe von Maßregeln erheischen, für welche durch die Reichsgesetzgebung dieGrundlagen zu schaffen sind. Ein Gesetz über die Pensionen der Offiziereund Soldaten und über die Unterstützung ihrer Hinterbliebenen soll für dasgesamte Heer die Ansprüche gleichmäßig regeln, welche der gleichen Hingebungfür das Vaterland an den Dank der Nation zustehen. Geehrte Herren!Möge die Wiederherstellung des deutschen Reiches für die deutsche Nationauch nach innen das Wahrzeichen neuer Größe sein, möge dem deutschenReichskriege, den wir so ruhmreich geführt, ein nicht minder glorreicher Reichs-srieden folgen, und möge die Aufgabe dos deutschen Volkes fortan darin be-schlossen sein, sich in dem Wettkampfe um die Güter des Friedens als Siegerzu erweisen. Das walte Gott!
267. Antwortadrefse des deutschen Reichstages. 30. März 1871.
Durch Gottes gnädige Führung ist es Ew. Mas. und der einmütigenNation gelungen, die Sehnsucht der Vorfahren und die Hoffnung der Mit-lebenden zu erfüllen. Auf festeren Grundlagen als je ist das deutsche Reichwieder aufgerichtet, und die Nation ist entschlossen, es zu erhalten in derFülle seiner Kraft, es fortzuentwickeln auf den Bahnen der Freiheit und desFriedens. Wollen Ew. Majestät den Dank entgegennehmen, welchen die ge-samte Nation dem erhabenen Feldherrn, dem Heldenmut und der Hingebungdos deutschen Heeres schuldet, den Dank für die gewaltigen Thaten, denen esbeschieden war, nicht allein die gegenwärtige Gefahr abzuwenden, sondern aufdie Zukunft vor der Wiederkehr gleicher Gefahren zu schützen. Denn mehrnoch als die erlittenen Niederlagen wird die jetzt starke Befestigung unsererGrenzen den Nachbar zur Vorsicht mäßigen. Die schwere!: Drangsale, welcheüber die Not des Krieges hinaus Frankreich heute erduldet, bekräftigen dieoft, doch niemals straflos verkannte Wahrheit, daß in dem Verbände der zivili-sierten Völker selbst die mächtigste Nation nur in der weisen Beschränkung aufdie volle Entfaltung ihres inneren Wesens vor schweren Verwirrungen ge-sichert bleibt. Auch Deutschland hat einst, indem die Herrscher den Überliefe-rungen eines fremdländischen Ursprunges folgten, durch Einmischung in dasLeben anderer Nationen die Keime des Verfalles empfangen. Das neueReich ist dem selbsteigenen Geiste des Volkes entsprungen, welches nur zurAbwehr gerüstet, unwandelbar den Werken des Friedens ergeben ist. In demVerkehr mit fremden Völkern fordert Deutschland für seine Bürger nicht mehr,als die Achtung, welche Recht und Sitte gewährleisten, und gönnt, unbeirrtdurch Abneigung oder Zuneigung, jeder Nation, die Woge zur Einheit, jedemStaate, die beste Form seiner Gestaltung nach eigener Weise zu finden. DieTage der Einmischung in das innere Leben anderer Völker werden, so hoffenwir, unter keinem Vorwände und in keiner Form wiederkehren. Ew. Majestätfolgen wir mit freudiger Zustimmung zu den dringenden Aufgaben, welcheder beendete Krieg, und zu den dauernden Aufgaben, welche die Verfassungdes Reiches uns stellt. Alle unsere Kräfte werden zuerst dem hohen Berufegewidmet sein, die Wunden zu heilen, welche der Krieg geschlagen hat, unddie Pflicht des Vaterlandes zu erfüllen gegen diejenigen, welche Leben oderGesundheit für seinen Schutz geopfert haben. Allen Vorlagen werden wirunsere aufmerksame Mitthätigkeit zuwenden. Es überrascht picht, daß derKrieg die Vorarbeiten der regelmäßigen Gesetzgebung verzögert hat, und ver-mindert nicht unsere Hoffnung, daß die Gesetzgebung des Reiches sich eben sofruchtbar erweisen wird, wie die Gesetzgebung des Norddeutschen Bundes. Dieumfangreiche Einführung norddeutscher Gesetze in den Südstaaten erhöht unser