Der Ausdruck in der Musik.
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wahrend die Abtrennung der Schlußnote des Motivs von: folgen-den Motiv unbedingt anzunehmen ist:
B-
Im allgemeinen neigt unsere Auffassung, sobaldsie sich von dem verwirrenden Einflüsse der Taktstricheemancipirt hat, zur Annahme abbetonter (mit der dyna-mischen Hauptnote endender) Motive; doch legt häufig genug derharmonisch-melodische Gehalt gegen diese Auffassung sein Veto ein,besonders sind es Vorhaltsnoten, deren unleugbare Zusammenge-hörigkeit mit der folgenden Auflösung eine andere Theilung fordert:
Eine solche Note beansprucht stets eine erhebliche Verlängerung;ein streng taktmäßiges Hinweggehen über dieselbe erscheint als Verstoßgegen die Forderungen eines ausdrucksvollen Spiels und ist wenig-stens da immer zu rügen, wo cantabile oder eon espressione vor-geschrieben ist. Da die Vorhaltsnote nicht selbst die Schlußnotedes Motivs sein kann, so erhalten wir in solchen Fällen gelegentlichzwei verlängerte Noten nach einander:
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Ich sage also: wir neigen zur Auffassung der Taktmotive imSinne der Abbetonung, während die Notenschrift und die allgemeineMusiklehre uns zur Auffassung im Sinne der Anbetonung hinleiten.Die Folge des Widerspruchs zwischen Gewöhnung und Natur isteine große Unsicherheit in Sachen der musikalischen Phrasirung, wiesich jedem offenbaren wird, der einen Blick in zwei verschiedene Aus-gaben eines klassischen Werkes wirft. Die Zweifel werden sich leiderzum Theil auch durch Eruirung der Gesetze der harmonischen, me-