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Hugo Riemann,
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Die dreiteiligen Taktmotive können in allen drei metrischenFormen auftreten, d. h. die dynamische Hauptnote zu Anfang, inder Mitte oder am Schluß haben:
(anbetont)
Unbetont)
(abbetont)
Hier wird der Klavierspieler bereits stutzig werden; denn wenn erprüft, wie er den doppelt austaktigen dreitheiligen Takt zu spielengewohnt ist, so wird er finden, daß er orosoenäo auf die dyna-mische Hauptnote hin spielt:
m/
Die viertheiligen Taktmotive erscheinen als:
4
> !
(anbetont)
(inbetont)
(abbetont)
Das aufregende, vorwärtstreibende der mehrfach austaktigenFormen tritt denke ich in ganz andrer Weise anschaulich, ja geradezupackend aus den beigefügten natürlichen dynamischen Schattirungenhervor als aus dem gemüthlich hinkenden Schema der alten Art:
Die Einwürfe, welche gegen diese neue Theorie der Metrik ge-macht werden können, sind leicht vorauszusehen. Man wird z. B.fragen: Wie ist ohne Nebenaccente der °/z-Takt von untergetheiltenb/4-Takt zu unterscheiden? Darauf ist zu antworten, daß weitausin der Mehrzahl aller vorkommenden Fälle eine die Takthälften an-gebende Begleitung auf die richtige Auffassung hindeutet, im übrigenaber, sofern nicht die Auffassung bereits anderweit zweifellos be-stimmt ist, kleine Verzögerungen, nicht aber Verstärkungen, dieZusammensetzung der Taktmotive auszudrücken haben. Es ist mir