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Hugo Riemann.
schauliche Darlegung der Taktarten von diesem neuen Gesichtspunkteaus nachzuweisen, daß bisher eins der wichtigsten Mittel des musi-kalischen Ausdrucks ganz falsch verstanden worden wo nicht geradezuübersehen worden ist.
Es ist seltsam, wie man so lange an dem absolut unmusikali-schen Schematismus der Accentlehre hat festhalten können, obgleichdie Praxis, die Bezeichnungsweise der besten Komponisten längstaus das Orssosnäo und Diminuendo als die rechten Ausdrucksmittelder metrischen Verhältnisse hätte Hinweisen müssen. Die ganze Un-möglichkeit der alten Lehre tritt bei den zusammengesetzten oder un-tergetheilten Taktarten hervor; als abschreckendes Beispiel will ichden in Sechzehntel aufgelösten Viervierteltakt anführen, der nachdem alten Schema vier Accentstnfen (ohne die accentlosen Töne)Hütte:
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Die Vorschriften dieser Accentuirung sind bei Hauptmann wiein jeder allgemeinen Musiklehre, leider auch noch in meinem kürzlich(1882; erschienenen Musiklexikon zu finden. Stelle man sich abereinmal ernstlich vor, was für eine Zumnthung die Durchführungeiner solchen verschiedenartigen Accentuirung für den ausübendenKünstler sein würde und wie dieser ewige Wechsel stärkerer und schwä-cherer Töne den Hörer martern müßte, wenn ihn wirklich ein Menschfertig brächte! Diese Accentschemata sind wohl mit das tollste, wasdie graue Theorie in völliger Nichtachtung der Praxis geleistet hat.Daß ausnahmsweise eine Abschattirung von je zwei Tönen auch inbewegten Figuren vorkommt, z. B. (Beethoven, Op. 31, 2):
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beweist gegen meine Behauptung nichts; solche Fälle sind rein melo-discher Natur und hängen speciell von der Form der Figuration ab.Die zweiten Noten erscheinen nur als leichte Anhängsel der stärkeren;die stärkeren selbst aber sind gegen einander nach den angedeutetengleich näher zu entwickelnden metrischen Gesetzen abzuschattiren.
An Stelle der verschiedenen Accente ist also ein gleichmäßiges