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Der Ausdruck in der Musik.
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Bahnen zu lenken und zwar durch Definition des Auftaktes alsunvollständigen Taktes. Anstatt diese Auffassungsweise, zuwelcher ohnehin durch die aufdringlichen Taktstriche jeder gedrängtwird, zu bekämpfen, haben sie dieselbe vielmehr theoretisch sanktio-nirt; denn wenn sie auch zehnmal hinzusetzen, daß dem unvollstän-digen Takte des Anfangs ein ihn ergänzender unvollständiger amSchluß des Satzes entsprechen muß — dadurch wird nicht dasschlimmste verhütet, was passtren kann und passiren muß und daherpassirt, daß auftaktig beginnende Phrasen im weiterenVerlauf volltaktig aufgefaßt werden. Ich will versuchen,den Fehler mit der Wurzel auszuroden.
Die herkömmliche Darstellung der Metrik unterscheidetaccentuirte (schwere) und accentlose (leichte) Töne im An-schluß an die poetische Metrik, welche accentuirte und accentloseSilben unterscheidet; indem man diese Unterscheidung einfach aufdie Musik überträgt, vergißt man ganz, daß die Töne der Musiknicht wie die durch Konsonanten von einander getrennten Vokale derSprache neben einander stehen, vielmehr fest an einander anschlie-ßen, in einander übergehen. Denn das Ltaooaw, bei dem das nichtso ist, darf man ja nicht zum Ausgang nehmen, dasselbe entsprichtvielmehr der Unterbrechung des Zusammenhangs der Töne durchPausen, ist also eine specielle Manier, eine rhythmische Bildung.Wenn auch dem Klavier, der Orgel und allen Instrumenten mit ge-kniffenen Saiten der wirkliche Übergang aus einem Tone in denandern versagt ist, so bleibt dieses darum doch die eigentliche Formder Tonverbindnng, und diejenigen Instrumente stehen am höchsten,welche die Höhe des Tons zu verändern vermögen, ohne sein Ausströ-men zu unterbrechen (Gesang, Streichinstrumente, Blasinstrumente).Die geschlossene legato vorzutragende musikalischePhrase besteht nicht aus einer Folge verschieden starkerTöne derart, daß einer stark und der nächste oder einigefolgende schwach wären, worauf wieder ein starker undwieder ein oder mehrere schwache folgten, wie das bei denSilben der Sprache wirklich der Fall ist, vielmehr hat in derMusik an Stelle der Folge: stark— schwach das Dimi-nneiiäo und an Stelle der Folge: schwach — stark dasOresoenäo einzutreten. Diese Behauptung ist neu und wirdden Widerspruch herausfordern; ich hoffe aber durch einfach an-