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Das Leben der Heiligen Elisabeth
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heiligen altvedere leben, das v. 8 als ein Spiegel der tugend erwähntwird, jenes noch ungedruckte werk desselben mitteldeutschen dicli-ters, der das passional verfaßt hat (s. Pfeiffers Marienlegendens. XIV).

Für die Zeitbestimmung gibt schon die quelle eine grenze:denn Dietrich begann sein werk, wie er in dessen Vorrede meldet,im jahr 1289. Das gedieht selbst aber zieht diese grenze nochetwas enger. Von Elisabethens tochter Gertrud, die äbtissin zuAltenberg bei Wetzlar wurde, sagt Dietrich domina existens magi-stra sanctimonialium usque hodie; der dichter setzt dafür dtAldenburg der frouwen meisterschefte plac biz an ir libes ende2208 ff. und schreibt also bereits nach ihrem tode. Gertrud aberstarb am 13 august 1297 (descr. vitm b. Gertr. Altenb. abgedr. inThuringia sacra s. 299). Hiedurch erledigt sich was Bartsch Germ.VII, 34 f. über das Zeitalter des dichters vermutet hat.

Uber seine heimat oder andre seiner persönlichen Verhältnissefinden sich keine irgend bestimmten winke. Doch mag es nichtunbemerkt bleiben, daß er 2194 Hessen lant neben Duringennennt und 9722 s. Elisabethen münster in Marburg erwähnt, woDietrich von beidem schweigt. Weil eine sehr alte und gute, woldie Originalhandschrift der Erlösung als grundlage zu einem wie esscheint in Marburg aufgeführten weihnachtsspiel gedient hat warBartsch Germ. VII, 35 geneigt unsern dichter für einen Marburgerzu halten. Bei dem häufigen Vorkommen dieser Stadt in der Eli-sabeth vermisst man eine andeutung hierüber, die ihm wol hätteentschlüpfen müssen; indes kann er sie unterdrückt haben, umkeinen wink über seine Persönlichkeit zu geben: die anonymitäthatte bei ihm wie bei dem dichter des Passionais ohne zweifei einenreligiösen grund. Ein umstand spricht jedoch einiger maßen gegenMarburg als seinen Wohnort. Wo von den wundern nach Elisa-bethens tode die rede ist setzt er das von Dietrich gebrauchte prse-sens zweimal, 9703 ff. und 10099 ff., in das prEeteritum um, gewisohne absicht; aber es verrät doch eine unbesorgtheit um den glau-ben an die fortdauer der wunder, die man von einem Marburgeram wenigsten erwartet.

Eine andere spur, so schwach sie sein mag, will ich nicht un-bemerkt lassen. Der dichter bringt viermal ohne Veranlassung durchdie quelle den engel Michael an 5629. 731. 9181. 287. Ebenso