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Das Leben der Heiligen Elisabeth
Entstehung
Seite
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ein bild handelt, 8620 als den Schluß der erzählung vom ersten,der 24 bilder betrifft.

Man sieht wie leichtsinnig bei aller ohne zweifei wahren be-geisterung für seinen gegenständ er gearbeitet hat. Dazu kommtaber noch, daß er ungeachtet seiner manigfachen kenntnisse, seinerliebhaberei an lateinischen Worten und seiner neigung im deutschenstil zu latinisieren, ein schlechter lateiner ist. Es begegnen ihm Über-setzungsfehler, die lediglich auf Unkenntnis lateinischer Worte be-ruhen. Man liest 3233 mit erstaunen, daß der entsprungene löwemit Stangen slner höchvart gezemet wart, und schließt er müssenicht sehr gefährlich gewesen sein; aber die quelle gibt faculis, wasder dichter für gleichbedeutend mit baculis genommen haben muß.Zu den seltsamsten bußübungen hätte es jedenfalls gehört, mit einerstumpfen nadel zu nähen: aber mit einer nälden di was stump 7027ist Übersetzung von acu imperita. Die 12000 armen, die der dichter7601. 704 zu der großen spende zusammen kommen läßt, beruhenauf folgender stelle Dietrichs: jussit edicto de circumferentia oppidiMarburg ad duodecim milliaria multitudinem pauperum convocari.Welches wunder, 24 heiligenbilder von golde gemachet 8605: eswaren aber in der tat nur sculpturte sumptuose deauratse, und nichtder bilder, sondern der brüder des betreffenden klosters waren 24.Doch konnten Dietrichs Worte bei mangelnder interpunction diesletzte misverständnis leicht veranlassen, während das buch de dictisIV ancillarum ganz unzweideutig spricht.

Daß unser dichter ein geistlicher war wird keines beweises be-dürfen: daß er auch für einen klösterlichen leser- oder hörerkreisschrieb, verraten ein paar nicht in seiner Vorlage begründete Wen-dungen so unzweideutig als naiv. Dietrich erzählt der landgrafhabe einmal aus dem fenster ducentes choream gesehen. Der dichterbeschreibt darauf hin einen reigen, sa giengen leigen, beidevrouwen unde man nach werltlichen siden an 3167 ff. So konnteman sich nur im abgeschlossen kreise geistlicher leute ausdrücken.Dasselbe gilt von folgender stelle: Ei welch ein wunderlich geschiht der man wol mugellche gedenket ewecliche in iegllcherstifte 8165 ff.; zu gründe liegen nur die Worte o res miranda etdigna (lies dignas) memorite commendanda. Unser gedieht war augen-scheinlich bestimmt, nach klösterlicher sitte über tisch vorgelesen zuwerden. Es sollte demselben erbaulichen zwecke dienen wie der