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auf eine unbestimmte künde hin nach dem vorbild der dem dichterbekannten ritterromane so gedichtet werden. Im sinne der höfischendichtung hält er auch 1475 eine entschuldigung für nötig, daßer Ludwigs hochzeit nicht beschreibe, und 2302. 3561 für die er-wähnung ekelhafter dinge. Höfischer geschmack und analogie ge-nügte ebenso um solche ausfiihrungen wagen zu dürfen wie dieerzählung von der ersten audienz der boten bei könig Andreas, derübergäbe der briefe Hermanns, der bewirtung, der zweiten audienz,Verlesung der briefe und genehmigenden antwort, bitte um abferti-gung und genehmigung dieser bitte 393—478; die antwort der botenund der rührende abschied 571—99; die entlassung der boten nachausrichtung ihres auftrages 635—44, was alles sich bei Dietrichnicht findet. Der dichter führt überhaupt zu anfang seines Werkesöfter und weitläuftiger aus als hernach, wo er fürchten mochte, esdadurch zu sehr anzuschwellen. Keine quelle war auch nötig um2381 den zusatz mit einer scliarpen laugen zu machen, oder3857—62 der freude zu gedenken, womit Ludwigs mutter undbrüder den heimkehrenden empfingen, oder 987 ff- statt der vonDietrich erwähnten ehrenvollen behandlung der boten auf ihrer reisedie von ihnen durchzogenen länder aufzuzählen; auffallender ist daßer die boten das ungarische königspaar nicht wie Dietrich in Pres-burg, sondern in Oven finden läßt, aber diese abweichung gehtnicht etwa auf Dietrichs quelle, den kaplan Bertold zurück, derebenfalls Presburg nennt (s. Ann. Reinhardsbrunn, ed. Wegele p. 121und die Übersetzung der Friedr. Ködiz herausgeg. v. Rückert s. 13),sondern scheint eine ungenauigkeit des dichters zu sein, dem Ovenals die eigentliche hauptstadt Ungarns geläufig sein mochte. Gewisseüber die quelle hinausgehende allgemeine kenntnisse verraten sichauch in der namentlichen anführung der sechs helden des Sänger-krieges 190 ff., deren sich Dietrich entschlägt, während die erwäh-nung des krieges selbst 198—200 nichts voraus zu setzen scheintals Dietrichs worte sua certatim studia efferentes; ferner in er-wähnung der Verfolgung der ketzer durch meister Konrad 4004 f.und des klosters s. Georgental neben Reinhardsbrunn bei Ludwigsabschied 4223—30, wo bei Dietrich nur das letztere vorkommt. Ein-mal jedoch scheint eine unmittelbare benutzung des libellus de dictisIV ancillarum (bei Mcneken II, s. 2007—34), neben Bertolds werkeder hauptquelle Dietrichs, durehzuleuchten. Die Worte der jungen