z 94 Leben des EttZellättdeks ^7
grossen Hunde, aufdas allerentsehlichste an zu heulen, Äund giengcn alle darvon,als wenn sie voller Verzweif- !
fclung wären, daß man sie jn ihrer Andacht gestöret ' i«-hätte. -
Nicht weit von dem Götzen sahe ich eine GattungHütten, so gantz von gedörrten Küh-Häuten und ^Schaaf-Fellen bereitet war, in deren Thür erblickteich drey Männer, welche ich vor nichts anders alsFleischer halten konte. Sie hatten grosse Messerin - ^der Hand, und ich sahe mitten in diesem Gezelt drey ASchöpse und einen jungen Stier geschlachtet liegen. ^Es ist wahrscheinlich, daß selbiges Qpffer waren, die ^man diesem höltzernen Ungeheuer geschlachtet hatte, ^daß diese drey Barbaren die Priester und Opfferer ^vorstellten, und daß diesiebenzehen, so ich in ihrer an- HLächtigen Verzückung gestöret, diejenigen waren,wel- -"stehe die Opffer gebracht hatten sich ihren Abgott gna- '.L-'dig zu machen. M
Ich gestehe, daß mir ihr grober Götzen-Dienst Krmehr als sonst etwas dergleichen, so ich jemahls gese-hen, mißfiel. Ich ward im höchsten Grad betrübt, «Lindem ich sahe,daß das fürtrefflichste GeschöpffGOk-tes, welchem er bey der Erschaffung so grosse Vorthei-le verändern Thieren gegeben,dem er eine vernünffti- ÄUge Seele verliehen, so da fähig ihren Schöpfferzueh-ren, und sich dadurch die allerherrlichsten Wohlthaten r,«-zuwege zu bringen, dergestalt aus der Art schlug, daß itz csolches vor einem Nichts, das es selber erschrecklich ^gemacht, niederfiel. Mein Schmertz war überaus 4^groß, wie ich diesen unwürdigen und unziemlichenDienst, als eine blosse Würckung der Unwissenheitbetrachtete, welche det Teuffcl selbst in eine höllische ^