zyr Leben des EttZellanders
scau, und waren Sr. Czaarischen Majestät höchlich ^verbunden, daß sie Vorsorge getragenund in selbigen ^Landern so viel Städte bauen lassen, als man deren ^hat dahin bringen können, wie nicht weniger, daß sie ^in solche Besatzungen gelegt, die man mit den mN»;. Wbus iigrionariis , welche vor Zeiten die Römer zu Si- ^cherheit der Handlung und Beqvemlichkeit der Rei- ^senden an die entlegensten Oerter ihres Reichssahten, Dvergleichen könte. In allen diesen Städten, so wir Din grosser Menge antraffcn, waren die (-ou verneur, riitund Soldaten alle Russen und Christen. Die Ein» Mwohner des Landes hingegen waren Heyden, welcheden Götzen opffemn, und die Sonne, den Mond- dieSterne, und das gantze Himmcls-Heer, wie die-H. AÄSchrifft sagt, anbeteten. Ja ich kan gar bezeugen,daß es die allcrbarbarischsten unter allen Heyden «waren, so ich auf meinen Reisen angetroffen, nurausgenommen, daß sie kein Menschen-Fleisch, wie die ij chWilden in America, zu ihrer Speise gebrauchten. iN
Wir sahen einige Exempel ihrer Grausamkeit zwi- Uschen ^rZun». und einer Stadt, die so wohl von Tar- Wtarn als Moscowitcrn bewohnet wird, und diort.-inslcoy heißt. Sie liegt in einer grossen Wüste, diewir erst in zwanhig Tage-Reisen durchziehen tonten.
Als wir nun in einem mit dieser Stadt benachbarten WDorffangelanget,war ich curiös in selbiges zu gehen;die Lebens - Art dieser Leute ist erschröcklich-viehisch: WSie sollen selbigen Tag ein grosses Opffer verrichten: ^Da sahe man auf dem Stamm eines alten Baumsein Göhen-Bild, wel6)es die allerentsctzlichste Figur ^vorstellte, und wenn man den Teuffel auf die aller-furchtsamste und heßlichste Art abmahlen wolle, ss