2 28 Leben des Ettgellättders
denn alle mögliche Mittel anzuwenden, ihnaus stl-chemzureissen.
Nichts destoweniger war ich sehr begierig zu wissen,von was für einer Her-rath er hatte reden wollen, under berichtete mir, daß es Susannen (so hießdieMagd)und meinen Künstler, der alles wüste, beträffe.
Dieses gefiel mir in der That überauöwvhl,weil mir die Parthey auf beyden Seiten sehr gut schie«ne, ich habe dieses jungen Menschen Eigenschafftenschon beschrieben. Was das Magdgen anlangt, sowar sie sittsam, still und fromm, sie hatte Verstand,und Annehmlichkeit genung, redete wohl, und zu rech-ter Zeitauffeine geziemende und höfiigeArt stets fer-tig zu antworten, wenn es seyn muste, und niemahlszur Ungebühr übereilet sich in etwas zu mischen, dassienichtangienge, sie warsehr geschickt allerhand Ar-beit zu machen, und war eine so gute Haußhalterm,daß sie der gantzen Lolome Ausgeberin hätte seynkönnen. Sie wüste vollkommen wohl mit allerhandPersonen umzugehen und verfvlglich war es ihr nichtschwer allen Einwohnern der Znsul zugefallen.
Wir verheyratheten sie noch selbigen Tag, undgleich wie ich bey dieser Ceremonie die Vaterstelle ver-trat , so gab ich ihr auch ihre Heimsteuer. Dennich wiese ihr und ihrem Bräutigam ein ziemlich an-sehnlich Stück Land an, daraus sie eine Plantage ma-chen sotten. Diese Heyrath und den Vertrag. denmir der junge Mensch gethan, ihm eine kleine BreiteLands zu eigen zugeben, veranlasseten mich dahin be-dacht zu seyn die ganhe Jnsul den Einwohnern auszu-theilen, und ihnen alleGelegenheit zuZanckundStrcitzu benehmen.
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