Wurlderthateik. 769
ftyn. Es ist grundfalsch, daß er sich beklagte, er habe dieGabe der Sprachen nicht. Diese Gabe trug er aller Ortenmit sich. In einer einzigen Gelegenheit, hat sie ihm Gottnicht gleich beyin Anfänge seines Predigtamtes mitgetheilet,um seinen Eifer zu prüfen, und ihm einen neuen Schwungzu geben. Der Heilige fieng mir einem großen Muthe an,die Landsprache zu erlernen. Aber die Prüfung dauretsnur etliche Tage.
Der Philosoph.
Ich merke schon, mein Herr! wie sehr es wahr sey,was Sie in unserm ersten Gespräche sagten, daß die HerrenPhilosophen weit stärker im Schreyen, als in Vernunftschlüs-sen , und im Behaupten, als in Beweisen sind. Ich seheschon, was für ein großer Unterschied Wischen vermessenenAussprüchen und der Wahrheit sey. Aber, ehe wir esbe,schließen, muß ich Ihnen noch einen sonderbaren Gedankendieses Mannes vortragen. „ Es wäre zu wünschen „, sageter, „ damit eine Wunderthat recht bewähret würde, daß sie„ in Gegenwart der Akademie derWissenschasten von Paris,„ oder der königlichen Gesellschaft von Londen, und der me,„ dicinischen Facultät, unter dem Beystande eines Truppes„ vom Leibregimente, gewirket werden möchte „.
Der Gottesgelehrte.
Der Gedanken ist nicht sonderbar, aber ausschweifend»Hätte dann eine Akademie der Wissenschaften, oder eine me,dicinische Facultät zugegen ftyn sollen, um zu entscheiden,daß die Auferstehung des Lazarus, der vier Tage nach seinemBegräbnisse aus dem Grabe hervorstieg, eine wahre Wun,derthat sey? Hätten sie zugegen ftyn sollen, um zu entschei,II. Band. C c e den,