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Wunderthaten.
Der Gottesgclehrte.
Er erkläret sich, wie ein Mensch, der sich lustig machenund spotten will, aber sich keineswegs angelegen seyn läßt,vernünftig zu schließen. Ich frage Sie ftlbsten, mein Herr!Wenn dieser elende Tropf zu St. Dionys wäre, würde ersich wohl zu sagen gelrauen, daß man da die Trümmer derGerippe-von unfern Königen sammle ? Gleichwohl führet erdiese Sprache, wo er von den christlichen Helden redet. Wenner ein Bißchen Scham besäße, würde er sich wohl unterfan,gen, nachdem er häuchlerisch versichert hat, er habe einen fe-sten und vollkommenen Glauben an die wunderthatenJesu Christi und der Apostel: würde er sich unterfangen zusagen, man müsse die Wunderthaten für Handgriffe der Ta-schenspieler ansehen ? Aber laßt uns seine Vernunftschlüsseund seine Beurtheilung vor die Hand nehmen.
D
wozu dienen diese wunderthaten, saget er? warumhat das Feuer seine Natur verloren, und warum verlordas Beil des Henkers nicht auch die seinige ? Leuten, diesich nicht, wie er, zur Gottlosigkeit verschworen Härten, könnteman antworten, Gott habe durch diese Wunder von Zeitzu Zeit bezeugen wollen, daß er dieStiftung desChristenrhumSanordnete; er habe jene, die zugegen waren, dadurch rührenwollen, um zu ihrer Bekehrung Gelegenheit zu geben; erhabe wollen seine Märtyrer von Zeit zu Zeit gewissen entsetz,lichen Peinen entziehen, und unter das Schwert kommenlassen, weil er mit ihren Kämpfen zufrieden war, und ihreSiege krönen wollte. Aber diese Gründe sind nicht nach dem
Ge-
St. Dionys) Eine Stadt und Abtey zwo Meilen von Paris, wo dieGrabstätte der französischen Könige ist.