762 Wundertaten.
„ Haupte gestaltet haben; daß mitten aus dem Scheiterhau,„ ftn eine Säule herausgegangen sey, und daß man poly,„ karpen habe das Haupt abschlagen müssen. Wozu dienen„ diese Wunderthaten ? sagen die Ungläubigen: warum hat„ das Feuer seine Natur verloren, und warum verlor das,, Beil des Henkers nicht auch die seinige? Wie kömmt«,„ daß so. viele Märtyrer frisch und gesund aus dem siedendenOele entkommen sind, und der Schärfe des Schwertes nicht„ haben widerstehen können ? Man giebt zur Antwort: Weil„ es der Willen Gottes war. Aber die Philosophen möch»„ ten all dieses mit ihren Augen gesehen haben, ehe sie es glau,„ ben. Der heilige Augustin erzählet, es seyn die heiligen„ Gervasius und protasins dem heiligen Ambrosius im„ Traume erschienen; sie haben ihm den Ort entdecket, wo„ ihre Gebeine lagen; der heilige Ambrosius habe sie ausge-„ graben, und ein Blinder sey dadurch geheilet worden. Die„ Philosophen sagen, sie glauben nichts davon; Gervasius„ und protasius seyn Niemanden erschienen; es sey dem„ menschlichen Geschlechts wenig daran gelegen, daß man„ wisse, wo die Trümmer von ihrem Gerippe liegen; sie„ glauben von diesem Blinden eben so wenig, als vom Blim„ den, den Vespasian heilere; dieß sey eine vergebliche Wun-„ derthat, und Gott thue nichts vergeblich. Sie haben für„ die Stelle des Lucians, die in dem Tode von peregri»„ nus'steht, eine große Achmng: wenn ein geschickter„ Taschenspieler ein Christ wird, so machet er gewiß sein„ Glück,,. Also erkläret sich der Verfasser des Handle,xikons.
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