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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
760
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7 62 Wlltiderthaten.

Cäsarius dem Listerciensermönche, und andere Bücher undSammlungen aufden gleichen Schlag, von Niemanden, alsvon der Einfalt und der Leichtgläubigkeit, Beyfall erhaltenHaben; daß man sie für ein Gemenge von Wahrheit undFalschheit, von gewissen und ungewissen Dingen ansieht;daß die Fehler in den Geschichten, die sie enthalten, keine Fol,gen und keinen Einfluß auf das Beste der Gesellschaft haben,und folglich den Zorn bedachtsamer Philosophen nicht ver-dienen.

Sie sollen wissen, daß wir Wunderthaten zugeben, beydeyen wir die Untersuchung der miötrauendsten Kritik nichtscheueren; von denen die Philosophen ganz gewiß die Beweisenicht untersuchen möchten, weil sie fürchteten, daß sie selbstdieselben gutheißen müßten; und daß wir Wunderthaten vondieser Art, vom ersten Jahrhunderte bis aufs achtzehnte,zählen.

Sie sollen wissen, daß es Wunderthaten giebt, die wirvernünftiger Weise glauben, obschon wir keine vollständigenBeweise davon haben. Von dieser Gattung sind mehrereWunderthaten, die in den dreyen ersten Jahrhunderten desChristenthums geschehen sind. Bey denselben Zeiten konn-ten die Christen, weil sie verstreuet, verborgen, verfolget wa-ren, keine öffentlichen Verzeichnisse, und förmlichen Gerichts-kunden haben, wie sie eine unvernünftige Kritik heut zu Tagezu fodern waget. Die Erblehre hat ihr Andenken fortge«pflanzet; und eine so große Unternehmung, wie die Stiftung

der

Läsarius^l Sin Cisterciensermönch, im Kloster Heisterbach bey Kit»,tm rreyzchnte» Jahrhunderte, schrieb unter ander» zwölf Bücher vo»den Wunderthaten und Erscheinungen, die zu stiuer Zeit in Deutschland«geschehen seyn sollte«.