y;6 Wunderthaten.
Der Gottesgelehrte.
Da jenes, was man noch im dritten Briefe von demBerge von diesem Gegenstände findet, kein Beschwereniß mehr machet, so glaube ich, daß Sie keinen Zweifel mehrübrig haben sollen. Sie haben in diesem Gespräche gezrieget, wie leicht man mit einem Menschen zu Rechte kommenkönne, der eine redliche Seele und einen richtigen Verstandhar. Er kann zwar durch Vorurtheile hintergangen werden;aber die Untersuchung wird ihn sicher auf den rechten Wegzurückleiten.
Der Philosoph.
Ich möchte wohl gern, wenn sie es für gut achten, et-liche Punkte des philosophischen Handlexikons, von der Ge,wißheit und Richtigkeit der Wunderthaten, die gemeinlichunter den Christen erkannt werden, noch erörtert wissen.Wir finden hiebey die Vernunstlehre des Rousseau nicht:dieser Schriftsteller ist nicht fähig dazu. Aber die Kühnheitseiner Aussprüche, wenn sie gleich allezeit ohne Beweise sie,hen, uttd die Spötterey, die er über die Handlungen,worüber er streitet, auszubreiten suchet, können eben so leichtbekriegen und verführen, als die best eingekleideten Trug,schlüsse. Ich will dann die Stelle dieses Schriftstellers ver,treten, und die Beurtheilung und den Tadel begierig ver,nehmen, den Sie darüber aussprechen werden.
> Viertes Gespräch.
Von der Wahrheit der Wunderthaten, die gemeinlichunter den Christen erkannt werden. -
Der Philosoph.
Ich habe Ihnen gesaget, mein Herr! um unsre Erör,terungen von den Wunderthaten zu vollenden, und alle noch,