Wunderthaten. ^7
wendige Erläutrungen von diesem Stoffe zu sammeln, müßteman noch etliche Säße aus dem philosophischen Handlexikonuntersuchen. Damit ich die Stelle desselben Verfassers ver,treten möge, wie ich mich verbunden habe, muß ich ihnenseine Meynungen, seine Aussprüche, und seine Beweise vor,tragen.
Erstlich darf man, nach seinem Sinne, auf die Wun,-erchaten, die von den Christen angezogen werden, nicht mehrStaat machen, als auf jene, die man ehemals im Heyden,thume auf die Bahne gebracht Hat: und die DenkmälerIhrer Kirchengeschichte, Ihrer Legenden, die ZeugschaftenIhrer Kirchenväter verdienen nicht mehr Glauben, als dieGörterlehre des Hcsiodus, die Verwandlungen Ovids, unddie übrigen Fabeln der Heyden. Und vernehmen Sie, wie«r es beweisen will. „ Man nenne mir ein Volk „, saget er,„ bey welchem nicht unglaubliche Wunder gewirket worden„ sind. Die Geschichten sind eben so voll mit Wundern, als„ mit natürlichen Begebenheiten« Die Töchter des Anius„ verwandelten alles, was sie wollten, in Getreid, in Wein,,, und in Oel; Aeskulap erweckte den Hippolitus von den„ Todten; das Haupt des Orpheus sprach nach dem Tode„ noch Orakel aus; die Genesungen, die im Tempel Aesku,„ laps geschahen, waren unzählbar,,. Nach einer langenErzählung von dergleichen Wuvdern, wovon ich Ihnen nureinen kleinen Theil hersage, fährt er fort: „Die christlichen„ Philosophen sagen: Wir glauben an die Wunderthaten,„ die in unsrer heiligen Religion gewirket worden sind; wir„ haben einen festen und vollkommenen Glauben an die„ Wunderthaten Jesu Christi und der Apostel; aber man„ erlaube uns, an den übrigen ein Bißchen zu zweifeln „.
Bbbz, Alfs