Wunderthaten. 7er
ich immer auf den vorigen Punkt zurück, und frage Sie nocheinmal: Wie werde ich eine von der andern sicher unterschei,den können?
Der Gottesgelehrte.
O! nun kommen wir ganz nahe zur Auflösung derSchwierigkeiten. Gott kann, ohne seine unendliche Weisheitzu verlehen, zwar gestatten, daß der Mensch durch Zaube.reyen versuchet werde; aber er kann nicht zulassen, daß er aufeine solche Weise betrogen werde, daß er das Jmhum nichtvermeiden könnte. Er wird ihm allezeit sichere Mittel andie Hand geben, damit er erkenne, auf welcher Seite dasWerk Gottes, und die Wahrheit sey. Diese Mittel sind:i. Die Vortrefflichkeit der wahren Wundertharen vor denZaubereyen, welche von einer redlichen und achtsamen Seeleleicht wahrgenommen werden kann. 2. Die Anrufung desherrlichen Namens Gottes, welcher allein, als Herrscher derNatur, wahre Wunderthaten wirken kann; La das Geschöpfnichts vermag, außer durch sein Vertrauen, das Bekenmnißseines Unvermögens, und sein Gebeth. Wir könnten wohlnoch etliche andere Mittel zur Unterscheidung beyseßen: aber,da hier von der Aehnlichkeit der Wunderthaten des Moses,und der Zaubereyen der ägyptischen Schwarzkünstler dieRede ist, genügen wir uns mit diesen zweencn ersten Punk,ten, welche für die Schwierigkeiten, die wir aufzulösen haben,schon erklecklich sind.
Und welche Vortrefflichkeit sieht man erstlich in denWunderthaten des Moses! Er geboth im Namen Gottes derganzen Natur, und sie gehorchte ihm allezeit: auf ein Wortversetzte ,er die erschrecklichsten Streiche, und auf ein Wortheilte er jene, die getroffen waren; er weissagte und drohete.