7 so Wimderthaten.
Wahrheiten entdecken und erkennen möchte. Ich sage da§Gleiche von den Befehlen und Pflichten, welche seine ober,herrliche Gewalt uns auferlegen kann. Denn, da wir Ge,schöpfe sind, die von diesem Höchsten Wesen abhangen, kanner uns Befehle bekannt machen lassen, und Pflichten von unsfodern, die keine andre Ursache, keinen andern Beweggrund,keine andre Vorschrift haben, als seinen unbeschränkten, aberallezeit anberhenöwürdigen und ehrvollen Willen.
Der Gottesgelehrte.
Wenn aber unsre Vernunft unfähig ist, diese Wahrheitenaus sich selbst zu entdecken, durch welches Mittel wird sie unsGott bekannt machen können? ,
Der Philosoph.
Es ist augenscheinlich, daß er auf eine solche Weift znuns werde reden müssen, damit wir die Stimme Gottes vonjeder andern Stimme sicher unterscheiden mögen. Nun istkeine Stimme würdiger für Gott, welche den höchsten Schö-pfer, Herrn, und Gebiether der Natur besser auszeichnet,als die der ganzen Natur gebeut, das ist, die durch Wun,derthaten zu uns redet. Jedes andere Mittel zeichnet mir dieStimme Gottes auf eine so fühlbare Weise nicht aus.
Der Gottesgelehrte.
Ich denke. Sie werden die Weissagungen nicht ausschlie,ßsn wollen, welche eben so wohl eine göttliche Stimme sind,als die Wunderthaten. Aber wir wollen von unserm Stoßfe nicht abweichen. Sie erkennen dann, daß die Wunder»that eine Stimme Gottes ist?
Der Philosoph.
Ich erkenne es ohne Beschwerniß. Aber, da die Zawberey manchesmal die Wundmhat so gut nachahmet, komme
ich